Angefangen hatte alles - mit einem Pferd. Das wollte Burba nicht, wie üblich, von der Seite oder von vorn ablichten. Sondern von unten. Mit einer extradicken Glasplatte, einer drei Meter tiefen Grube und Gummihufen, um die empfindliche Glasoberfläche zu schonen, gelangen ihm tatsächlich einzigartige Fotos der Vierbeiner. Später folgten Katzen - und jetzt Hunde.

"Während Katzen immer verspielt und verschmust sind, war ich mir bei den Hunden sicher, dass ihre Posen skurriler und lustiger werden", schreibt Burba im Vorwort zu seinem Buch "Unter Hunden".

"Als Erstes widmete ich mich den kleinen Hunden. Später bestellte ich eine widerstandsfähigere Glasplatte, durch die ich dann auch größere Hunde fotografierte", schreibt Burba.

Burba zeigt Pfoten, Krallen, die weichen Bäuche und Schwänze, aber auch, aus neuer Perspektive, die Gesichter der Tiere.

Trotz der ungewöhnlichen Perspektive sieht man den Hunden an, dass sie der durchsichtige Boden irrtiert.

"Einige der Hunde waren zwar verspielt, aber sobald sie das Glas betraten, waren sie vollkommen verwandelt, wie versteinert", schreibt Burba auf Facebook.

Andere waren vollkommen entspannt auf der Glasplatte, schreibt Burba. Mit ihnen zu arbeiten, machte dem Fotografen besonders viel Spaß.

Für das Projekt ließ sich Burba einen speziellen Glastisch anfertigen. Die Perspektive und der schwarze Hintergrund sind bereits jetzt seine Markenzeichen.

 

Bei der Arbeit mit Hunden und Katzen habe er zwei Dinge gelernt, schreibt Burba: Katzen glauben, sie seien Gott, weil Leute sie füttern, lieben und ihnen ein Zuhause geben. Hunde dagegen sähen den Menschen als Gott - weil er sie füttert, liebt und ihnen ein Zuhause gibt.

"Derzeit arbeite ich an einem Shooting mit noch größeren Tieren und ich hoffe, in Zukunft noch viele solcher aufregenden Projekte mit der Welt teilen zu können", verrät Andrius Burba im Buch "Unter Hunden".