Leucochloridium paradoxum Gruseliger Parasit schickt Schnecken in den Tod

Parasitismus ist eines der unheimlichsten Phänomene im Tierreich. Der Saugwurm Leucochloridium benutzt Schnecken, um zu seinen Endwirt zu gelangen

Hypnotischen Bilder: Der Wurm verändert das Aussehen der Schnecke

Wikipedia/Gilles San Martin/CC BY-SA 3.0

Eine Schnecke, deren Fühler riesenhaft angeschwollen sind und bunt pulsieren - ein Anblick wie aus einem Science-Fiction-Schocker. Was so bizarr aussieht, ist der gruselige Trick des Saugwurms Leucochloridium paradoxum, um in seinen Endwirt, einen Vogel, zu gelangen. Das pulisierende Etwas ist ein Entwicklungsstadium des Wurms, das Larven enthält. Es drängt sich in die Fühler von Schnecken der Gattung Succinea und beginnt dort mit seiner auffälligen Bewegung. Mit einem einzigen Zweck: gefressen zu werden. Tatsächlich halten Vögel die Gebilde für Raupen und schnappen zu. In ihrer Kloake (dem Darm der Vögel) entwickeln sich dann die fertigen Würmer. Und mit dem Kot der Vögel beginnt der Kreislauf von vorn ...

Auch wenn das Phänomen noch so exotisch anmutet: Der Wurm lebt nicht in den Tropen - sondern wurde erstmals in Deutschland beobachtet.

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