Der Untertitel deutet es schon an: In "Penguin Bloom: Der kleine Vogel, der unsere Familie rettete" geht es um mehr als die Geschichte über ein zugelaufenes Küken. "Es ist schmerzhaft, unsere Geschichte mit anderen Menschen zu teilen, und doch: Es ist eine wundervolle und wahre Geschichte", schreibt Fotograf Cameron Bloom, der selbst mit rührenden Worten durch das Buch führt – und erzählt, wie das gefiederte Familienmitglied seiner Frau Sam nach einem schweren Unfall zurück ins Leben half, als diese gerade begann sich aufzugeben.

Der Augenblick, in dem die Zeit für die Familie Bloom stehen blieb, ereignete sich im Thailandurlaub an einem Januar-Tag im Jahr 2013. Auf einer Aussichtsterrasse lehnte sich Sam Bloom an ein morsches Geländer und fiel metertief auf den Beton. Seither ist sie querschnittsgelähmt.

"Unsere Familie hatte schon so viel Tragisches erlebt, dass es für ein ganzes Menschenleben reichte. Wir konnten nicht einfach untätig zuschauen", schreibt Cameron Bloom über den Moment, als das Küken aus einem Nest stürzte und so in ihr Leben trat. "Unsere drei Söhne hatten plötzlich eine kleine Schwester – Miss Penguin Bloom."

"War Penguin schwach und kränklich, pflegte Sam sie liebevoll, bis sie wieder gesund war. Und wenn es Sam schwerfiel, in Schwung zu kommen, zwitscherte ihr Penguin neue Kraft zu", berichtet Cameron Bloom.

"Es war ein Augenblick reiner Freude. Zumindest ein Mitglied der Familie Bloom hatte die Schwerkraft wiedergefunden", kommentiert Cameron Bloom Penguins ersten Flug nach ihrer Genesung. Es sind Sätze wie diese, die zeigen, dass die Familie weder Hoffnung noch Humor verloren hat. Das gilt auch für Sam Bloom selbst, die den Bildband mit einem persönlichen, lebensbejahenden Brief abschließt.

"Penguin Bloom: Der kleine Vogel, der unsere Familie rettete" ist im Albrecht Knaus Verlag erschienen. Mehr Bildern von Cameron Bloom finden Sie hier.