Blatthornkäfer

Helictopleurus splendidicollis, Madagaskar. Originalgröße: 10 mm. Ein Überlebenskünstler: Man nimmt an, dass diese Käfer das Aussterben der Großtiere auf Madagaskar überlebt haben, weil sie dazu übergegangen sind, sich von Aas zu ernähren statt von Tierdung. Auf den Bildern sehen Sie Original und Vergrößerung im Verhältnis. Am PC lassen sich die Fotos über das Pfeil-Symbol (unten links) vergrößern

Sandlaufkäfer

Art der Unterfamilie Cicindelinae, Borneo. Originalgröße: 12 mm. Sandlaufkäfer sind Mini-Räuber, die mit großen, hervortretenden Augen ihre Opfer ausfindig machen und in schneller Jagd erlegen. Die unterschiedlichen Grüntöne ihrer Färbung dienen im Regenwald vermutlich der Tarnung

Schwarzkäfer

Stenocara eburnea, Namibia. Originalgröße: 8 mm. Der Wüstenstaat Namibia ist erstaunlich reich an Insekten. So leben hier allein 200 Schwarzkäferarten. Auffällig bei diesem ist die weiße Färbung

Orchideenbiene

Exaerete frontalis, Brasilien. Originalgröße (kleines Bild oben): 18 mm. Entomologen bezeichnen die Exaerete als »Kuckucksbiene«. Denn statt Pollen zu sammeln und Nester zu bauen, legen die Weibchen ihre Eier in den Brutzellen anderer Bienenarten ab

Prachtkäfer

Belionota sumptuosa, Indonesien. Originalgröße: 19 mm. Die Farben entstehen auch hier durch Lichtreflexe am Exoskelett – noch nach mehr als 150 Jah- ren: Dieses Insekt kam um das Jahr 1860 in die Oxforder Sammlung

Bockkäfer

Sternotomis sp., Nigeria. Originalgröße: 19 mm. Erst die Vergrößerung offenbart das Geheimnis der spektakulären Musterung dieses Käfers: Er ist über und über mit extrem feinen, pigmentierten Schuppen bedeckt, ähnlich denen von Schmetterlingen und Faltern

Laufkäfer

Carabus elysii, China. Originalgröße: 21 mm. Die intensiven Farben verdankt der Käfer nicht Pigmenten, sondern dem Spiel des Lichts mit den Chitinschichten des Exoskeletts. Seltsam nur: Die Tiere sind nachtaktiv und dem Sonnenlicht gar nicht ausgesetzt, allenfalls dem Mondschein

Levon Biss

Der britische Fotograf Levon Biss fotografiert üblicherweise Prominente und Sportler – aber niemals so aufwendig wie die Insekten für sein Projekt "Microsculpture". Mehr dazu im Lauftext zur Bilderstrecke