Gesamtsieger

"Ein Fjord in der Nähe von Tromsø im nördlichen Norwegen: Es ist Anfang Januar, und während ein Fischtrawler seine Netze einholt, versucht ein Trupp Schwertwale seinen Anteil zu ergattern. Extreme Kälte und hohe Luftfeuchtigkeit erzeugen einen geradezu magisch wirkenden Nebel über dem Meer. Mein Boot, die Kamera und auch ich selbst sind von Eiskristallen überzogen, was das Fotografieren zu einer echten Herausforderung macht. Es vergehen Stunden, bis es mir endlich gelingt, einen Schwertwal beim Luftholen an der Meeresoberfläche im Bild festzuhalten." - Audun Rikardsen

Sieger: Vögel

"Es war an einem wunderbaren Sommerabend in der Lüneburger Heide, wo ich seit einigen Jahren die Möglichkeit habe, unter paradiesischen Umständen Wildtiere zu beobachten. Das Artenspektrum dort ist äußerst variabel, auch Wölfen kann man begegnen. An jenem Abend zeigte sich in rund 100m Entfernung dieser Eisvogel (Alcedo atthis) an einem Moortümpel. Das Problem war nur, dass ich von meinem Ansitz aus kein vernünftiges Foto gestalten konnte. Um dieses Bild zu machen, war daher ein wahrer Balanceakt auf der Hochsitzleiter erforderlich." - Klaus Tamm

2. Platz: Vögel

"Als dieses Bild entstand, schien die Zeit inmitten des Lärms tausender Seevögel und dem Donnern der Wellen gegen die Klippen der norwegischen Insel Hornøya für einige Sekunden stillzustehen. Ich hatte mich flach auf den Schnee gelegt, bei Temperaturen, die sich gefühlt bei -20°C bewegten, als diese vier Trottellummen eine perfekte Pose einnahmen, während sich ihre Artgenossen in der Luft und auf den Felsen in unberechenbarem Chaos bewegten. Schnee und dichter Nebel taten das ihre, um zum Gelingen des Bild beizutragen." - Jon Andoni Juarez Garcia

Lobende Erwähnung: Vögel

"Ich wollte den rasanten Sturzflug des Eisvogels im Bild festhalten und gleichzeitig eine möglichst perfekte Spiegelung auf der Wasseroberfläche. Dazu setzte ich vier Blitzgeräte im High-Speed-Modus ein. Nach einigen Fehlschlägen gelang mir bei völliger Windstille genau das Bild, das ich mir erhofft hatte." - Mario Cea Sanchez

 

 

Sieger: Säugetiere

"An einem frühen Morgen hatten Löwen im Schutzgebiet Massai Mara (Kenia) einen Kaffernbüffel überwältigt, und nun fraß sich das ganze Rudel satt. Da der Kampf in einem Schlammloch geendet hatte, waren die großen Katzen über und über mit Lehm bedeckt, nur ihre Augen leuchteten golden. Die Perspektive war zum Fotografieren ziemlich schlecht, weil wir uns hoch über dem Schlammloch befanden, und außerdem zahlreiche hohe Grasbüschel den Blick verwehrten, was ein sorgfältiges Navigieren des Wagens erforderte. Als wir die Stelle am Nachmittag erneut aufsuchten, waren die Löwen erstaunlicherweise wieder ganz sauber – sie mussten den ganzen Vormittag damit verbracht haben, sich zu reinigen." - David Lloyd

 

2. Platz: Säugetiere

"Angeführt von der Leitkuh, durchquerte eine Elefantenherde an einem bedeckten Morgen den ausgetrockneten Lake Amboseli auf dem Weg zu ihren Weidegründen in den Sümpfen. Es herrschte eine geradezu mystische Stille, als die Tiere meinen Wagen passierten. Ich richtete mein Weitwinkel auf die Struktur des ausgedörrten Seebodens und wartete, bis die Herde den oberen Teil des Bildes ausfüllte." - Federico Veronesi

Lobende Erwähnung: Säugetiere

"Feldhamster sind Gewohnheitstiere und nutzen oft die gleichen Wege zu ihren Nahrungsplätzen. Haben sie dort ihre Hamsterbacken gefüllt, rennen sie auf schnellstem Wege zurück zu ihrem Bau. Dieses Verhalten nutzte ich und legte mich auf einem der oft benutzten Wege auf die Lauer. Da die Tiere jedoch erst in der Dämmerung herauskommen, gab es viele Fehlversuche auf Grund der Verschlusszeit und des Autofokus. Dieses Bild ist im Rahmen des Projekts Wiener Wildnis entstanden." - Christoph Kaula

Sieger: Andere Tiere

"Besonders im Frühherbst kann man sie finden, die grazile Gottesanbeterin. Sobald sie die Tarnhaltung aufgibt und sich im Trockenrasen fortbewegt, ist sie am ehesten auszumachen. Durch das Makro-Objektiv kann man die spitzen Dorne an den Vorderbeinen bzw. Fangarmen erkennen. Sie dienen zum Festhalten der Beute. Man mag es nicht glauben, aber es passiert immer wieder, dass das Weibchen noch während oder kurz nach der Paarung das Männchen, also den Vater ihres zukünftigen Nachwuchses, verspeist." - Georg Kantioler

2. Platz: Andere Tiere

"Diese Aufnahme entstand in einem sonnigen Kiefernwald an den südlichen Hängen der Sierra Blanca (Spanien). Der Protagonist ist ein Weberknecht (Leiobunum politum), der über eine Wurzel läuft. Ich nutzte meinen Blitz in Intervallschaltung als Gegenlichtquelle, so dass der Eindruck entstand, dass es sich nicht nur um ein Tier, sondern um eine ganze Anzahl von Individuen handelt." - Juan Jesus Gonzalez Ahumada

Sieger: Pflanzen und Pilze

"Im letzten Herbst reiste ich nach Alaska, wo ich das Glück hatte, all die vielen Aspekte bewundern zu dürfen, die die Tundra so einmalig machen: Zwergsträucher, Seggen, Flechten und Lebermoose. Und nach Süden hin erste Vorboten der Taiga mit ihren endlosen Nadelwäldern. Die Herbstfärbung war unglaublich intensiv, aber was mir vor Begeisterung fast den Atem raubte, war ein heftiger Schneesturm, der die Landschaft plötzlich vom Herbst in den Winter versetzte, und es mir ermöglichte, ein Bild von seltener Intensität zu machen." - Fortunato Gatto

2. Platz: Pflanzen und Tiere

"Mir schwebte ein Bild von Wollgras vor, das in der milden Brise einer Sommernacht tanzt. Die Sommernächte in Norwegen sind nicht dunkel, sondern in ein geheimnisvolles blaues Licht getaucht. Das Bild setzt sich aus drei Aufnahmen zusammen: Während der ersten Aufnahme bewegte ich die Kamera und bei der dritten setzte ich noch einen Blitz ein. Es dauerte Stunden, bis ich endlich das gewünschte Resultat hatte." - Dag Røttereng

Sieger: Landschaften

"Es war ein lustiger Tag: Ein befreundeter Fotograf, Jake Abbott, und ich betätigten uns als 'Sturmjäger', immer auf der Suche nach dem perfekten Unwetter. Schließlich fanden wir eine gute Situation am Kap San Antonio, in der Nähe von Javea (Spanien). Der starke Wind behinderte unsere Arbeit ein wenig, aber dank der dunklen Wolken gelang es uns, einige Blitze im Bild festzuhalten. Um eine Belichtungszeit von 30 Sekunden zu erreichen, setzte ich einen neutralen Graufilter ein." - Paco Costa Cervera

2. Platz: Landschaften

"Die Torrente Cellina, im Herzen der Friauler Dolomiten (Italien) gelegen, überrascht immer wieder mit ihrer wilden Schönheit. Es ist vor allem die Farbe ihres Wassers, ein helles Blau, transparent und fast hypnotisierend, die mich fasziniert. Im Laufe der Jahre habe ich das Tal zu jeder Jahreszeit besucht, um seine Einzigartigkeit im Bild festzuhalten. An diesem speziellen Tag lag eine magische Stimmung über dem Flusslauf, doch der starke Schneefall erschwerte es, ein Bild zu gestalten, das mir wirklich gefiel. Dann hatte ich eine Eingebung: Um die Situation angemessen wiedergeben zu können, musste ich eine Doppelbelichtung machen. Zunächst fotografierte ich die Landschaft, im zweiten Bild fokussierte ich dann auf die Schneeflocken im Vordergrund, die ich mit einem Blitz aufhellte. Nach vielen unbefriedigenden Versuchen entstand dieses Bild: Die wilde Schönheit der Torrente Cellina bei heftigem Schneefall." - Luciano Gaudenzio

Sieger: Unter Wasser

"Im späten Herbst ziehen die Meerforellen zum Laichen in die nordischen Flüsse. Im Bild erkennt man einige junge Forellen, die einen Teil der Eier fressen – eine wertvolle Proteinquelle. Im Fluss Skibotn im Norden Norwegens laichen die Forellen auch während der Nacht im Schein des Polarlichtes. Leider wurde dieser Fluss von einem Parasiten heimgesucht, der Salmoniden, wie Forellen und Lachse, befällt, so dass im Jahr 2015 alle Fische getötet werden mussten, um den Parasiten zu bekämpfen. Dieses Bild ist eine Einfachbelichtung, bei der Schärfeebene und Blende während der Belichtung verändert wurden." - Audun Rikardsen

2. Platz: Unter Wasser

"Buckelwale sind wahre Giganten der Meere und gehören zu den größten Säugetieren unseres Planeten. Doch trotz ihres Körpervolumens sind sie in der Lage, sich mit der Eleganz eines Balletttänzers in ihrem Element zu bewegen. Ich tauchte im offenen Wasser vor der Herde, als sich die Tiere plötzlich synchron in meine Richtung bewegten. Ich fühlte mich, als sei ich mitten auf einer Autobahn, kurz bevor ein Bataillon von Kolossen mich überrennt. Aber obwohl die Wale ganz dicht an mir vorbeischwammen, berührten sie mich nicht." - Cristobal Serrano

Lobende Erwähnung: Unter Wasser

"Ich wollte Bären beim Fischfang fotografieren, und so konstruierte ich einen sicheren Käfig, den ich im Fluss aufstellte. Es war interessant, die Jagdtaktik der Bären zu beobachten: Bis zu 20 Sekunden lang hielt dieses Tier seinen Kopf unter Wasser und wartete ruhig ab. Sobald die Fische sich an seine Anwesenheit gewöhnt hatten und sich näherten, packte sie der Bär mit einer blitzschnellen Bewegung seiner Pfoten oder er schnappte sie direkt mit den Zähnen. Schlug die Aktion fehl, wiederholte er seine Taktik geduldig, bis sich der Erfolg einstellte." - Mikhail Korostelev

Siegerin: Mensch und Natur

"Ein Familienverband Afrikanischer Elefanten läuft gemächlich dem abendlich leuchtenden Horizont entgegen, während ein Viehhüter vom Stamme der Massai seine Rinder heimwärts treibt. Die Wagenspuren verraten unsere Anwesenheit als Touristen. Ein friedvoller Abend im Amboseli-Nationalpark in Kenia. Die Menschen und ihr Vieh konkurrieren hier mit den Wildtieren um den Zugang zum Wasser, um Nahrung und Lebensraum. Die einzige Möglichkeit, die Balance dieses Ökosystems zu wahren, besteht in friedlicher Koexistenz. Das Vieh der Massai hat Zugang zu den Wasserstellen, die Elefanten dürfen sich frei bewegen, und der Ökotourismus unterstützt die lokale Bevölkerung." - Tanja Dekker

 

 

 

2. Platz: Mensch und Natur

"Der Schwan schwamm mit seinen Jungen zunächst in ziemlich großer Entfernung. Ich wollte zusammen mit meinem Hund ein Bad nehmen und uns dabei fotografieren. Also baute ich meine Ausrüstung auf, komponierte das Bild, und wir sprangen in den Balaton (Ungarn). Offensichtlich fühlte sich der Schwan durch den Hund irritiert, denn im Bruchteil einer Sekunde startete er eine Attacke, um seine Jungen zu schützen. Und auch ich verteidigte ganz instinktiv meinen Hund. Dank des Zeitauslösers gibt es ein Bild von diesem unwiederbringlichen Moment, den ich wirklich kein zweites Mal erleben möchte." - Ilona Szabo

Sieger: Atelier Natur

"Der Rio Tinto (Spanien) ist berühmt für seine unglaublichen Farben, die von im Wasser gelösten Schwermetallen herrühren. Diese Aufnahme habe ich bei Sonnenuntergang gemacht und dabei recht lange belichtet, um die Fließbewegung wiederzugeben. Anschließend habe ich das Bild um 180° gedreht, wodurch eine interessante optische Täuschung entsteht." - Fran Rubia

2. Platz: Atelier Natur

"Das Bild zeigt einen Schwarm Uferschnepfen (Limosa limosa), die an einem leicht bewölkten Morgen im flachen Wasser der Ria Aveiro (Portugal) nach Nahrung suchten. Da ich aus dem Auto heraus fotografierte, ließen sich die Vögel überhaupt nicht von mir stören, und ich hatte ausreichend Zeit, ein wenig zu experimentieren. Dieses Ergebnis ist eine Mehrfachbelichtung, die ich in Schwarz-Weiß konvertiert habe." - Guilherme Limas

Sieger: Jugendkategorie bis 14 Jahre

"Wir waren an diesem Morgen im Samburu-Nationalpark (Kenia) sehr früh aufgestanden, um beim besten Licht fotografieren zu können. Während wir uns von der Lodge entfernten, entdeckten wir eine Staubwolke am Horizont. Aus der Nähe erkannte man eine Gruppe von Oryxantilopen (Oryx beisa), die schnell lief, wobei einige Tiere immer wieder innehielten, um zu kämpfen. Die ersten Strahlen der Morgensonne fielen durch den Staub der Savanne, und die schöne Silhouette der Akazie bildete den perfekten Rahmen für die eleganten Umrisse der Antilopen." - Carlos Perez Naval

 

Sieger: Jugendkategorie 15-17 Jahre

"Das Foto zeigt einen Zaunkönig (Troglodytes troglodytes), der sich gerade unter einer Holztür hindurchzwängt. Aufgenommen habe ich dieses Bild auf einem Bauernhof in Horstedt, einem kleinen Dorf in Nordfriesland. Der Vogel hatte sein Nest in einem großen Stall und konnte es bei geschlossener Tür nur durch diesen Spalt erreichen. Für dieses Motiv habe ich mich an zwei Tagen jeweils ca. fünf Stunden in die Nähe der Tür gelegt. Als Ergebnis ist dieses Foto entstanden." - Thomas Hempelmann

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