Gemeinsam sind sie stärker beim Durchkämmen der Gebirgswelt, überwinden mit Leichtigkeit Felsspalten und steile Hänge. Goldstumpfnasen zählen zu den Hochalpinisten unter den Primaten. Und sind zudem außergewöhnlich gesellige Wesen: Ihre Horden zählen mitunter bis zu 600 Individuen - kaum eine Affenart ist in größeren Gruppen unterwegs

Zurückgezogen leben sie in verschneiten Hochwäldern Chinas. Nur wenige Menschen bekommen die bedrohten Primaten mit dem weichen Fell und der flachen Nase zu Gesicht. In China sind die Affen mittlerweile unter Schutz gestellt

Sie sind rar. Sie sind scheu. Fast ihre ganze Lebenszeit verbringen sie in den Kronen der Bäume

Das kalte Klima nötigt die Affen zu Akrobatik

Im Gegensatz zu anderen Primaten müssen Goldstumpfnasen sich beständig warm halten

In den Horden der Stumpfnasen bekommen nur die kräftigsten und größten Männchen Weibchen - und dann gleich drei oder vier auf einmal. So gehen die meisten Männchen leer aus. Und versuchen beharrlich, eines der Alphatiere zu entthronen

Mit dem Fell wärmen sich die Affen gegenseitig wie mit Heizdecken

Ist ein männliches Jungtier der Mutterbrust entwöhnt und beginnt, sich von Erwachsenenkost zu ernähren, etwa von Flechten, Rinde oder Blättern, dann hat es bald nur noch ein einziges Ziel: selbst eine Familie zu gründen und mit ihr auf einem Baum zu leben

Startet ein Halbstarker einen seiner unzähligen Putschversuche und rückt einem vergebenen Weibchen bedrohlich nahe, bleckt der massige Haremsherr seine Eckzähne und schießt krachend durchs Geäst. Die Mickrigen haben das Nachsehen - viele von ihnen pflanzen sich sogar niemals in ihrem Leben fort

Am Tag legen Goldstumpfnasenaffen bis zu fünf Kilometer zurück

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