Seeschmetterling

Die meist nur wenige Millimeter großen Flügelschnecken (Thecosomata), gehören zum Tierstamm der Weichtiere (Mollusken). Der typische Kriechfuß der Schnecken ist bei ihnen zu flügelartigen Ruderlappen umgewandelt. Links unten zwei Ruderfußkrebse

Seeschmetterlinge

Auch die Vertreter der Schneckenfamilie Atlantidae, wie hier Oxygyrus haben sich an das Leben im Plankton angepasst. Auch ihr Schneckenfuß arbeitet als Schwimmflosse. Die durchsichtige Schale ist frei von Kalk. Atlantiden ernähren sich räuberisch von den kleineren Flügelschnecken

Cavoliniidae

Cavoliniidae gehören zur ebenfalls zu den Flügelschnecken (Thecosomata). Die Ruderlappen (oben) treiben das in der transparenten Schale sitzende Tier voran

Mikroskopisch kleine Organismen

Die Vielfalt der Farben und Formen des Planktons ist beeindruckend. Neben winzigen Schnecken (links) und Quallen (ganz rechts) sind Acantharea-Strahlentierchen (sternförmig), Panzergeißler oder Dinoflagellaten (mit Schwebefortsätzen) und Kieselalgen (grüne Kreise) erkennbar

Lithopteridae

Die Familie der Lithopteridae gehört zur Gruppe der Acantharea. Diese sind ebenfalls Einzeller und zählen zu den Strahlentierchen (Radiolaria). Ein Merkmal der Strahlentierchen ist das symmetrisch aufgebaute Skelett aus Siliziumdioxid

Rippenquallen

Rippenquallen wie die Melonenqualle Beroe ovata stellen einen bedeutenden Anteil der gesamten Plankton-Biomasse, sind aber nicht mit den nesselnden Scheibenquallen verwandt. Beroe wird 15 Zentimeter lang und bewegt sicht durch den Schlag von acht „Kämmen“ aus Borstenplättchen voran

Melonenquallen

Melonenquallen (Beroe ovata) gehören zum Stamm der Rippenquallen. Sie schwimmen mit dem Mund nach hinten durch das Wasser und fressen häufig kleinere Stammesgenossen, wie die Seestachelbeeren

Segelqualle

Segelquallen (Velella velella) treiben an der Wasseroberfläche. Es handelt sich nicht um ein Einzeltier, sondern um eine Kolonie von Nesseltieren aus der Gruppe der Hydrozoa. Sie formen ein elliptisches Floß mit dreieckigem Segel, dass durch den Wind vorangetrieben wird und gelangen manchmal beim Fang von Oberflächenplankton mit in die Netze. Hier eine Ansicht von oben

Leuchtqualle

Die Leuchtqualle (Pelagia noctiluca) zeigt ein schwaches Leuchten wenn sie gestört wird. Ihre Nesselzellen können menschliche Haut durchschlagen. Ihr Schirm erreicht einen Durchmesser von bis 6,5 Zentimetern

Leuchtquallen

Leuchtquallen leben in den warmen Gewässern des Mittelmeers, dem Roten Meer und dem Atlantischen Ozean. Sie können verschiedene Farbtöne annehmen: Das Spektrum reicht von gelb über orange bis lila oder braun

Seestachelbeere

Die Seestachelbeere (Pleurobrachia pileus) ist eine Rippen- oder Kammqualle (Ctenophora). Die langen Tentakeln besitzen Klebezellen, mit denen die Beute gefangen wird

Salpen

Salpen (Salpidae)

ähneln auf den ersten Blick vielleicht Quallen, gehören aber zum Unterstamm der Manteltiere. Ihr tonnenförmiger Körper wird von einem Kiemendarm ausgekleidet, mit dem die Tiere das Wasser nach Nahrung durchfiltern. Manche Salpenarten

bilden wie auf diesem Foto Tierketten

Flohkrebse

Die Angehörigen der Flohkrebs-Familie Phronimidae haben sich auf besondere Art an ein Leben im freien Wasser angepasst: Die Weibchen überfallen eine Salpe, fressen sie leer und steuern das übriggebliebene Tönnchen durch das Wasser

Weiblicher Flohkrebs

Weibliche Phronimiden-Flohkrebse leben in der leeren, gallertartigen Hülle einer Salpe. Dort legen sie auch ihre bis zu 200 Eier ab (helle Struktur unten im Foto),die sich im Tönnchen zu Jungtieren entwickeln

Pyrocystis

Der Körper des Dinoflagellaten Pyrocystis eleganswirkt wie ein leuchtender Halbmond im Meerwasser. Größtenteils sind Dinoflagellaten Einzeller. Pyrocystis ist zur Biolumineszenz fähig

Kopffüßer

Tintenfische (Cephalopoda) gehören zur Stamm der Weichtiere. Hier zeigen wir ein Tier im Larvenstadium: Auffällig sind die gelb und rot pigmentierten Zellen, sogenannte Chromatophoren. Sie spielen eine Rolle bei Tarnung, Warnung, Paarung sowie zur Kommunikation. Chromatophoren sind von Muskeln umgeben, die mittels Kontraktion den Farbeindruck variieren können

Blumentiere

Zu den Blumentieren (Anthozoa) gehören unter anderem die Korallen und Seeanemonen (Actiniaria), auch Seerosen oder Seenelken genannt. Hier zeigen wir eine Anthozoa-Larve

Seeigellarven

Die Sekundärlarve eines Steinseeigels (Paracentrotus lividus) lebt ebenfalls planktisch

Limacina

Die Limacina inflata ist eine Art aus Gruppe der Flügelschnecken (Thecosomata),

mit einer spiraligen Schale, die groß genug ist, dass das Tier sich in sie zurückziehen kann

Plankton ist keine eigenständige Tierart, sondern taucht kreuz und quer in der zoologischen Taxonomie auf. Unterwasserorganismen werden als "Plankton" bezeichnet, wenn deren Schwimmrichtung fast ausschließlich durch die Strömungsrichtung des Wassers vorgegeben wird. Ob eine Lebensform dem Plankton zugerechnet wird, hängt mitunter auch vom Entwicklungsstadium ab. Ausgewachsene, metergroße Quallen zählen genauso dazu wie Fischlarven oder Algen. Dass Plankton ausschließlich aus Kleinstlebewesen besteht, ist ein Irrglaube.

Sowohl im Süß-, als auch im Salzwasser ist Plankton anzutreffen. Fünf Gruppen von Organismen bilden das ozeanische Plankton. Phytoplankton (von griech. phytón = Pflanze) stellt den größten Teil der driftenden Biomasse. Dazu zählen alle Organismen, die sauerstoffbildende Photosynthese betreiben, aber meist nicht zu den Pflanzen gehören. Die Hauptgruppen sind Kieselalgen, Panzergeißler und Cyanobakterien.

Das Phytoplankton bildet die Nahrung des Zooplanktons, also des tierischen Planktons. Dazu gehören ebenso winzige Ruderfußkrebse wie Quallen. Andere Organismen, Fischlarven etwa, treiben nur zeitweise mit. Für Fische oder Bartenwale ist Zooplankton die Nahrungsgrundlage. Weiter gibt es noch planktische Pilze (Mykoplankton), im Wasser schwebenden Viren (Virioplankton) sowie Bakterioplankton, bestehend aus Bakterien und Einzellern.

Wissenschaftler schätzen, dass über 50 Prozent des weltweiten Sauerstoffs von Phytoplankton erzeugt wird. Wir zeigen beeindruckende Aufnahmen aus dieser lebenswichtigen Mikrowelt.

Mehr zum Thema

Weitere Fotos auf der offiziellen Homepage von Plankton Chronicles
GEO.de Newsletter