Lautlos gleitet der Biber dahin

Augen und Ohren bleiben über Wasser, wenn der Biber durch seine selbst aufgestauten Teiche und Tümpel schwimmt. Die große Nase wittert Rivalen – und Fotografen

Wetterfestes Biber-Fell

Der dichte Pelz schützt ihn vor Nässe und Kälte

Biber-Schläfchen im Trockenen

Der Nager mit den orangefarbenen Zähnen erholt sich in seiner Burg von einem Tauchgang

Biber-Gebiss

Eisenablagerungen im Zahnschmelz färben die vier Schneidezähne grellorange und härten sie aus. Sie wachsen ein Leben lang und entwickeln eine sechsmal so große Beißkraft wie die des Menschen

Baumfäller ertappt

Dieser Biber wurde von der Fotofalle überrascht, als er sich am Stamm zu schaffen machte, um an die oberen, dünneren Äste heranzukommen. Ein Glücksfall für den Fotografen

Eingeölt und wasserdicht

Nicht ohne Grund kratzt sich der Biber am Bauch: Hier sitzen Drüsen, die eine ölige Flüssigkeit produzieren. Mit seinen Krallen kämmt er die wasserabweisende Substanz ins Fell

Biberfuß

Die Hinterpfoten sind mit ausgeprägten Schwimmhäuten ausgestattet, mit deren Hilfe Biber flink durchs Wasser paddeln. An Land watscheln sie vergleichsweise plump herum

Familienglück im Biberbau

Lochkino: Die zwei Biberbabys kamen in einer Burg zur Welt, die für eine TV-Dokumentation errichtet wurde – und deren Ausstattung offensichtlich auf Gefallen stieß. So ließ sich das Familienleben ohne größere Störungen filmen und fotografieren

Biber auf Tauschgang

Wie ein Torpedo schießt der Biber aus seiner Burg, die Schwanzkelle steuert und gibt Schwung, dabei blubbern Luftblasen aus seinem Fell

Biberburg im Wechsel der Jahreszeiten

Mit einem Mix aus Schlamm und Geäst konstruieren die Bauherren ihre Burg. Der Eingang liegt unter Wasser, die Schlafhöhle ist trocken.

Biber-Mahlzeit

Mit den fünf Fingern seiner Vorderpfoten kann der Biber sehr geschickt greifen und selbst dünne Stöcke fest einklemmen, um sie abzunagen. Weiden sind bevorzugtes Baumaterial der Tiere, und ihre Rinde schmeckt offensichtlich lecker.

Biberfell

Die Hinterfüße, auf die der Biber sich gemütlich setzen kann, sind wesentlich größer als die Vorderpfoten. Sein daunenartiges Fell ist am

Bauch, wo er am häufigsten nass ist, mit 23 000 Haaren pro Quadratzentimeter doppelt so dicht wie am Rücken

Versteckte Männlichkeit

Der Biberpenis mit seinem Stütz­knochen liegt so tief in einer Hautfalte verborgen, dass sogar Experten das Geschlecht oft erst auf den zweiten Blick erkennen

Biberschwanz

Die sogenannte Kelle ist ein wahres Multifunktionsorgan. Sie dient als Ruder, Antriebs- und Balancekörper, Fettspeicher – und zur Kommunikation: Droht Gefahr, klatschen die Tiere die Schwanzkelle warnend auf die Wasseroberfläche

Biber-Losung

Was aussieht wie ein Holz-Pellet für die Heizung, ist tatsächlich ein Biber­köttel: ein Konglomerat aus schwer verdaulichen Gräsern, Stängeln, Rindenstücken – und vielen klein gekauten Zweigen von umgelegten Bäumen