Stierkopfhai

Der Port-Jackson-Stierkopfhai sieht in der Frontansicht nicht umsonst bizarr aus. Sein Kiefer ist eine perfekte Anpassung an seine bevorzugte Beute: Seeigel und Seesterne. Mit seinem pflasterartigen Gebiss zermalmt er die Stachelhäuter, ohne sich selbst zu verletzen. Für Menschen sind die Haie, die im Pazifik rund um Australien und Neuseeland leben, ungefährlich. Es sei denn, man kommt ihnen beim Baden zu nahe.

Leptobrachium boringii

Zur Paarungszeit entwickeln die Männchen der in China lebenden Krötenart Leptobrachium boringii besondere Körpermerkmale: dornenartige, verknöcherte Hautfortsätze im Oberlippenbereich. Vermutlich imponieren sie damit den Weibchen oder setzen sie bei Auseinandersetzungen mit Rivalen ein.

Panzergürtelschweif

Der südafrikanische Panzergürtelschweif sieht nicht nur martialisch aus. Die nur rund 20 Zentimeter lange Echse hat auch eine ungewöhnliche Verteidiungsstrategie entwickelt. Bei Gefahr beißt sie sich in den Schwanz und formt aus ihrem eigenen Körper einen gepanzerten Kreis. So schützt sie ihre verletzliche Bauchseite. Die Art wird von der IUCN als gefährdet eingestuft, weil ihr Lebensraum zerstört wird - und weil sie illegal für den Heimtierhandel gefangen wird.

Riesenhai

Der Riesenhai ist zwar groß und sieht auch sehr gefährlich aus - ist aber für Menschen vollkommen harmlos. Er ist mit bis zu zehn Metern nach dem Walhai der zweitgrößte Fisch der Erde. Sein gigantisches Maul sperrt er nur auf, um schwimmend Plankton aus dem Wasser zu filtern.

Bärtierchen

Die meist weniger als einen Millimeter großen, achtbeinigen Bärtierchen sind wahre Überlebenskünstler. Verschlechtern sich die Lebensbedingungen, verfallen sie in einen todesähnlichen Zustand, die so genannte Kryptobiose. So können die Tiere lang anhaltende Trockenheit und Temperaturen bis zu minus 272 Grad Celsius überdauern. Das wurde bei einem Experiment im All festgestellt. Die Kälteresistenz der Bärtierchen hat sogar zu der Vermutung geführt, dass sie Lebensformen aus dem All seien.

Schildkäfer

Wie der Name schon sagt, sind Schildkäfer gut gegen Feide geschützt. Naht ein Trupp Ameisen, pressen sie sich mit ihrem Chitinschild gegen den Untergrund und sind für die Angreifer unerreichbar. Zusätzlich können sie sich noch tarnen - mit ihrem eigenen Kot, den sie sich mit einer speziellen Vorrichtung über die Flügeldecken spritzen können.

Blattschwanzgecko

Schon der lateinische Name Uroplatus phantasticus verrät sein besonderes Aussehen. Sein englischer Name, übersetzt "Satanischer Blattschwanzgecko", bezieht sich auf die rötlichen Augen und den scheinbar finsteren "Gesichtsausdruck". Die Art kommt nur auf Madagaskar vor und imitiert mit ihren phantastischen Körperformen trockenes Blattwerk, um von Fressfeinden und potenziellen Opfern nicht erkannt zu werden.

Blindwühle

Auch wenn man es kaum für möglich hält: Die Schleichenlurche oder Blindwühlen der Tropen sind keine Würmer, sondern Amphibien. Die Wirbeltiere haben keine Gliedmaßen und sind fast blind. Es gibt Arten, die verborgen im Erdreich leben, und solche, die am Grund von Gewässern nach Beute suchen - wie die hier gezeigt Art Typhlonectes natans, die im Orinoco-Gebiet lebt. Viele Arten schützen sich vor Fressfeinden mit einem giftigen Hautsekret. Und werden erstaunlich alt: bis zu 80 Jahre.

Seefledermaus

Seefledermäuse sind mit Fledermäusen nicht verwandt - sie erinnern nur entfernt an sie. Die Bodenbewohner haben dreieckige oder rundliche Körper, bewehrt mit stacheligen Hornplatten. Forscher nehmen an, dass die Fische mit Sekreten von dem hornartigen Fortsatz am Schädel Beutetiere anlocken.

Buckelzirpe

Buckelzirpen sind mit den Zikaden verwandt, weisen aber extravagante Körperfortsätze in allen denkbaren Formen und Farben auf, die teilweise größer sind als sie selbst. Dornenförmige Fortsätze wie bei der hier gezeigten Art dienen offenbar der Tarnung. Die Insekten ernähren sich von Pflanzensäften; ihre zuckrigen Ausscheidungen wiederum lassen sich Ameisen schmecken, die die Zirpen im Gegenzug vor Feinden schützen. Beschrieben sind rund 3000 Arten. Forscher nehmen aber an, dass es bis zu 10.000 Arten geben könnte.