Nasenaffen - großes Schönheitsideal

Mit so einer Riesengurke im Gesicht würde man sich nach menschlichen Maßstäben nicht gerne unter die Leute wagen. Aber Nasenaffen sind eben keine Menschen und auch nur die Männchen haben so eine Riesennase. Die gilt als sexy und steigert die Attraktivität bei den Weibchen. Es kommt eben doch auf die Größe an

Stachelschweine - echte Spießer

Ein Fell ist schön weich, klar. Allerdings nicht bei den Stachelschweinen. Denn ihre harten, sehr spitzen und bis zu 40 cm langen Stacheln waren ursprünglich mal Haare und sind der perfekte Abwehrmechanismus gegen Löwen und andere Feinde

Wimpelträger - Federn der Verführung

Zugegeben, schön sind die Federn des Wimpelträgers (Pteridophora alberti) ja, aber so richtig praktisch können sie im Alltag nicht sein. Macht nichts, die Damen fliegen total drauf!

Sternmull - extremer Schnellesser

Die auffällige Zottelnase des Sternmulls sieht ein bisschen aus wie ein extremer Unfall beim Niesen, ist aber ein hochsensibles Tastorgan. Damit kann der Sternmull Beute aufspüren, ertasten und verputzen. Und das in einem Tempo, das man nur mit einer Hochgeschwindigkeitskamera sehen kann.

Narwal - Einhorn der Meere

Eine Waffe? Ein Meißel für hartes Eis? Beim Narwal hat sich ein Zahn zu einer langen Lanze umgewandet, deren Funktion lange unklar war. Die gedrehten Hörner wurden früher als Trophäen von Einhörnern teuer verkauft, sind aber in Wirklichkeit empfindliche Sensoren für Wasserdruck, Temperatur und Salzgehalt, die das Überleben im Eismeer sichern.

Schildkröten - stabile Rippen

Der feste Panzer ist das Auffälligste an Schildkröten. Er besteht aber nicht aus verhärteten Hautschuppen, sondern nach aktuellem Stand der Wissenschaft aus umfunktionierten Rippen und Wirbeln, die sich nach außen verlagern.

Klappmützenrobbe - aufblasbare Nase

Auf den ersten Blick sehen Klappmützenrobben wie alle andere Robben aus, wenn da nicht der mützenartige Wulst auf Stirn und Nase des Männchens wäre. Diese Mütze ist die elastische Nasenscheidewand, die die Tiere zu einem roten Ballon aufblasen können - als Drohgebärde und zur Balz.

Pfau - mit dem Blick von hundert Augen

Der Pfau schlägt sein bekanntes Rad nicht nur während der Balz auf, sondern auch um Feinde zu irritieren. Denn zum Rad aufgestellt, blicken den Feind scheinbar hunderte Augen aus den Federn an. Das wird selbst dem nervenstärksten Feind zu viel. Reicht das noch nicht, lässt der Pfau seine Federn zusätzlich rascheln. Trotz der langen Schwanzfedern kann auch ein männlicher Pfau fliegen, wenn auch nicht sehr weit.

Fregattvögel - aufgeblasene Männchen

Sie sind exzellente Flieger, jagen anderen Seevögeln im Flug die Beute ab und männliche Fregattvögel sind zur Balzzeit ganz schön aufgeblasene Gesellen: zur Balzzeit blasen die Männchen ihren Kehlsack zu einem großen roten Ballon auf, der weithin sichtbar ist.

Portugiesische Galeere - hochseetaugliche Segel

Alle Quallen sind gleich? Nein! Denn Portugiesische Galeeren segeln übers Meer. Eine luftgefüllte, bis 30 cm große Blase auf der Oberseite sorgt nicht nur für Auftrieb, sondern ragt auch über die Wasseroberfläche hinaus und dient als Segel. Taucher und Schwimmer sollten die Tiere meiden, die Tentakeln enthalten ein extrem starkes Gift.