Eltern-Taxi

Koalas bekommen meistens nur ein Junges, das zunächst ein halbes Jahr lang im Beutel der Mutter gesäugt wird. Danach wird es von der Mutter gut ein Jahr lang huckepack auf dem Rücken getragen. In dieser Zeit frisst das Junge schon Blätter, sucht aber immer noch im Beutel der Mutter Schutz - bis es zu groß wird und nicht mehr hineinpasst. Wird das Weibchen dann erneut trächtig, duldet es das Junge noch eine Zeit in ihrer Nähe. Wird es nicht erneut trächtig, genießt das Junge den Schutz der Mutter noch bis zu drei Jahre.

Massenproduktion

Blattläuse produzieren unter optimalen Bedingungen pro Jahr bis zu einer Milliarde Klone. Davon sorgen allerdings nur die wenigsten für das große Krabbeln auf den Rosen. Die meisten Läuse werden vorher von größeren Insekten oder Vögeln gefressen.

Extreme Lauscher

Pinguine können ihren Nachwuchs aus einer riesigen Pinguinmenge heraushören. Das ist etwa so, als wenn wir aus einer grölenden Menge im Fußballstadion unsere Kinder heraushören könnten.

Der langsamste Brüter

Das Weibchen des Tiefsee-Oktopus Graneledone boreopacifica bewacht seine Eier viereinhalb Jahre lang in einer Meerestiefe von über 1000 Metern. Nach dieser Brutzeit sind die Jung-Kraken dann schon sehr weit entwickelt.

Extreme Schwangerschaftsstreifen

Die südamerikanische Wabenkröte lässt die befruchteten Eier an ihrem Rücken anhaften, die dann in die Haut einsinken oder auch schon mal vom Männchen mit den Füßen hineingedrückt werden. Nach einigen Wochen schlüpfen fertige Jungtiere aus dem Rücken und hinterlassen wabenförmige Löcher beziehungsweise Narben.

Enge Mutterbindung

Die Jungen von Schimpansen werden erst nach drei bis vier Jahren entwöhnt. Mutter und Kind bleiben danach noch bis zu zehn Jahre zusammen.

Blaumeisen im Schlangenmodus

Ein Zischen und Fauchen aus dem Nistkasten? Ja. Um ihr Nest gegen Angereifer zu schützen, geben brütende Blaumeisen in ihren Nisthöhlen zischende Laute von sich, die sich fast so wie Schlangen anhören. Damit schlagen sie jeden Angreifer in die Flucht. Das machen die Meisen auch bei uns, wo Schlangen eigentlich keine Gefahr darstellen.

Asket im ewigen Eis der Antarktis

Kaiserpinguine brüten mitten im antarktischen Winter bei extremen Temperaturen von oft unter -50 °C. Bis zum Frühjahr sind die Jungen herangewachsen und können sich über das dann reichhaltige Nahrungsangebot im Meer hermachen. Die Männchen behüten ein Ei bis zu vier Monate lang - ohne etwas zu fressen. Sie legen es auf ihre Füße und bedecken das Ei mit einer wärmenden Bauchfalte. Die Weibchen gehen in der Zeit auf Nahrungssuche im Meer.

Bei Muttern schmeckt's am besten

Der Jungen der Ringelwühle (Siphonops annulatus), einer in Südamerika lebenden Amphibienart, schlüpfen voll entwickelt und knabbern dann zwei Monate lang die Haut der Mutter ab, die sich laufend erneuert.

Fliegender Wasserspeicher

Wüstenhühner müssen ihrem Nachwuchs frisches Wasser bringen. Den Job übernehmen die Männchen. Normalerweise füllen Vögel dafür den Kropf mit Wasser und fliegen zum Nest. Wüstenhühner brauchen das Kropf-Wasser allerdings für sich selbst und transportieren das Wasser für die Jungen in einer speziellen Faserschicht der Bauchfedern, die sich wie ein Schwamm vollsaugen.

Transportbox aus Seide

Wolfsspinnen tragen ihre Jungen in einem Seidenbeutel herum, den sie nur für diesen Zweck weben.