GEO schützt den Regenwald e.V.

Uganda: Medizinische Hilfe für die Bevölkerung

In den letzten größeren Regenwaldgebieten Ugandas wachsen die Mahagoni-Riesen noch in den Himmel. Schimpansen haben hier eine Zufluchtstätte gefunden. Damit dies so bleibt und auch die heimische Bevölkerung ihren Frieden mit der Umwelt schließt, startete "GEO schützt den Regenwald e.V." mit zwei Partner-Organisationen ein Schutzprojekt
71437d08e69ff6b5e1dca7670598fa5e

Im Budongo-Forest wachsen noch Mahagoni-Riesen mit gewaltigen Brettwurzeln.

Einst zog sich ein zusammenhängender Waldgürtel durch Ostafrika, vom Herzen Ugandas bis nach Burundi und Malawi. Doch dieser Wald ist seit langem im Schwinden begriffen - zerstört durch Siedler auf der Suche nach Ackerland und Holzfirmen auf der Jagd nach schnellem Geld aus dem Verkauf von Mahagoni und Eisenholz. Heute existieren nur noch versprengte Areale des einstigen Urwaldes. Eines davon, der Budongo Forest in Uganda, soll durch ein Gemeinschaftsprojekt von "GEO schützt den Regenwald e.V.", der "Deutschen Stiftung Weltbevölkerung" (DSW) und der ugandischen Entwicklungsorganisation BUCODO vor weiterer Zerstörung bewahrt werden.

Ziel des Programms war es zum einen, den Menschen in der Region von Budongo neue, umweltverträgliche Einkommensquellen über die Selbstversorgung hinaus zu erschließen. Das geschah durch Sparklubs, die Kredite an Kleinstunternehmer vergaben, durch Schulen für Erwachsene, durch den Aufbau von widerstandsfähigen und ertragreichen Nutzpflanzen und, nicht zuletzt, durch Ökotourismus: Strohgedeckte Hütten bieten Unterkunft für Besucher, die von ausgebildeten Rangern durch den Wald geleitet werden - vor allem zur Hauptattraktion des Budongo Forest, den rund 800 wilden Schimpansen.

16c4e3722409f163dae400d81ad61bef

Bevölkerungswachstum und Flüchtlingsströme treiben die Menschen in die letzten noch verbliebenen Wälder.

3723e7358c5bc4abfc593d0a9776772c

Mit Axt und Feuer dringen Siedler mit ihren Familien unkontrolliert in den Wald vor. Ohne es zu wissen zerstören sie mit dem Wald ihre eigene Zukunft.

Vielleicht wichtigster Teil des Programms aber war es, angesichts der Hauptprobleme der Region - hohes Bevölkerungswachstum und Aids -, die Gesundheitsversorgung zu verbessern. Deshalb wurden im Rahmen des Projekts traditionelle Hebammen, Krankenschwestern und Gesundheitshelfer ausgebildet. Sie versorgen nun alle Dörfer mit medizinischer Hilfe und Aufklärung. Und überzeugen die Menschen davon, dass es sich mit kleineren Familien besser leben und den Wald bewahren lässt.

Abschluss

Das Projekt wurde im Juni 2004 beendet.