GEO schützt den Regenwald e.V.

Landruk: Wasserkraftwerk für die Umwelt

Ein kleines Wasserkraftwerk brachte nicht nur Licht in das Leben der Menschen von Landruk, in der Annapurna Conservation Area, dem größten Naturschutzgebiet von Nepal - die neue, umweltverträgliche Energiequelle half auch Brennholz sparen und damit den nahe gelegenen Monsunregenwald schonen
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Felsbrocken zersplittern unter Hammerschlägen zu Schotter - jede Familie steckt 40 Arbeitstage in das Projekt.

Mitten im größten Trekking-Gebiet Nepals, leben die Dorfbewohner von Landruk von der traditionellen Terrassenbau-Landwirtschaft und vom Tourismus. Einzige Energiequelle war bislang das Brennholz aus dem Monsunregenwald. Als umweltfreundlichste Alternative zur Holzfeuerung bietet sich allerdings die Wasserkraft an, denn die Voraussetzungen dazu - hohe Niederschläge und starkes Gefälle - sind im Hochgebirge reichlich vorhanden. Mit aktiver Beteiligung der Bevölkerung wurde im Rahmen des GEO-Projektes ein Kleinstwasserkraftwerk errichtet, das die Gasthäuser und kleinen Hotels von Landruk mit Strom versorgt, außerdem sämtlichen Haushalten Licht verschafft. Vorher mussten die Schulkinder ihre Hausaufgaben noch bei Kerzenschein verrichten.

Die Dorfbewohner haben in rund 2000 Meter Höhe einen Teil des Baches Timulti Khola umgelenkt und das Wasser über eine Druckleitung zu einem 200 Meter tiefer gelegenen Turbinenhaus geführt. Ein Stauwerk war nicht nötig. Nach seiner Fertigstellung wird das Kraftwerk inzwischen von einem speziell ausgebildeten Dorfkomitee gewartet und verwaltet. Die Einnahmen aus dem Stromverkauf fließen in die Instandhaltung der Anlage und in weitere Entwicklungsprojekte.

Zusätzlich wurde in einer großen Studie die Tier- und Pflanzenwelt in den hinter Landruk gelegenen, schwer zugänglichen und noch weitgehend unberührten Monsunregenwäldern erfasst, um den Zustand des Naturschutzgebietes besser überwachen zu können.

Lokaler Projekt-Partner von GEO war in diesem Projekt, wie schon in Bhujung, die erfahrene Umweltschutz-Organisation ACAP. Das Projekt basiert im wesentlichen auf einer großzügigen Spende des Unternehmens "LichtBlick", das bundesweit Ökostrom anbietet.

Das Projekt wurde 2001 erfolgreich abgeschlossen.

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Fünf Meter Niederschlag pro Jahr sammeln sich zu unzähligen Bächen, Wasserfällen und reißenden Strömen - eine nicht versiegende Energiequelle im Himalaja.