GEO-Stipendium "Entdecke die Welt - und nimmt uns mit"!

So hatte GEO in diesem Jahr erstmalig junge Wissenschaftler zur Bewerbung ums "GEO-Expeditionsstipendium" aufgerufen. Neben dem Gewinner von 10.000 Euro für eine Feldforschungsreise, versuchen zwei andere Teams nun ihr Glück mit Hilfe einer Crowdfunding-Kampagne

Stefanie Kicherer, Ethnologin der Universität Tübingen und Mitarbeiterin am Sonderforschungsbereich 923 "Bedrohte Ordnungen", gewinnt das erste GEO-Expeditionsstipendium 2014 und wird mit 10.000 Euro bei ihrer Feldforschung im zentralasiatischen Pamir-Gebirge unterstützt. Die 30-Jährige untersucht den Kulturwandel in abgelegenen Bergtälern von Tadschikistan - und begleitet dabei unter anderem Erdbebenprophetinnen, Hochzeitszensoren und moderne Kalifen. Bei ihrer nächsten Expedition im Sommer 2014 wird ein GEO-Reporterteam mitreisen und anschließend in GEO ausführlich darüber berichten.

Darüber hinaus zeichnete die interdisziplinär mit Professoren und GEO-Journalisten besetzte Jury vier weitere Forschungsprojekte aus. Sie wurden von GEO mit einer Anschubfinanzierung in Zusammenarbeit mit der Crowdfunding-Plattform sciencestarter.de gefördert:

Die Projekte von

Andrea Höing: "Adlerholz - Expedition zu den Quellen für einen der wertvollsten Düfte der Welt"

und

Julia Bischoffberger: "Die verschollenen Sprecher der Guarasuñe´e-Sprache im bolivianischen Amazonien" sind unterdessen abgelaufen.

Noch im Rennen um finanzielle Unterstützung sind:

Hauke Schwieder und Pia Kegler: "Kleine Helfer im Scheinwerferlicht: Bakterien als Platzanweiser im Korallenriff"

sowie

Svenja Meyer und Paul Schmidt-Yanez: "Mit den Augen eines Tukans: Wie sehen Vögel den Regenwald Costa Ricas?"

Das GEO-Expeditionsstipendium wurde 2013/2014 zum ersten Mal ausgeschrieben, um junge, engagierte Wissenschaftler bei Feldforschungsreisen zu unterstützen. Bewerben konnten sich Nachwuchswissenschaftler bis 35 Jahre, die mindestens ein Bachelorstudium abgeschlossen haben.

Jens Schröder, stellvertretender GEO-Chefredakteur, war von den Einsendungen begeistert: "Wir haben uns riesig gefreut über die Bandbreite der originellen Ideen, mit denen sich Wissenschaftler aus unterschiedlichsten Fächern bei uns beworben haben. Es ist gerade für junge Forscher oft schwierig, solche Projekte zu finanzieren. Und wir sind glücklich, zumindest einigen klugen Köpfen bei der Realisierung ihrer Feldforschungs-Vorhaben helfen zu können."

Im Jahr 2015 soll das GEO-Stipendium wieder neu aufgelegt werden.

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