Afrika Raubbau auf Umwegen

Der zweitgrößte Regenwald der Welt ist in Gefahr: China treibt den illegalen Holzschlag im Kongobecken an - und auch Europa profitiert
Raubbau auf Umwegen

Mehr als neun Millionen Hektar Regenwald wurden seit dem Jahr 2000 im Kongobecken abgeholzt - der Großteil illegal

Tropenholz aus Zentralafrika gelangt fast ungehindert auf den Weltmarkt, klagt Greenpeace. Schuld daran sei die Korruption in den Ländern des waldreichen Kongobeckens, aber auch die Importpolitik Chinas: Das Land ist der größte Käufer von illegal geschlagenem Holz.

75 Prozent der Holzernte Afrikas gehen nach China. Ein Großteil davon wird ohne Konzession gefällt: in der Demokratischen Republik Kongo bis zu 90 Prozent. Zwei Drittel seines Holzes führt das Land nach China aus, Mosambik sogar 90 Prozent. Die Länder sind von den Exporten so abhängig, dass China die Bedingungen diktieren kann. Die dortige Regierung ist sogar direkt am Raubbau beteiligt: Zu den 20 größten Holzimporteuren Chinas zählen acht staatliche Unternehmen.

Auch europäische Firmen profitieren: Sie kaufen Tropenholz in China - und umgehen so viele in der EU geltende Verbote.

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