Hunderte von Kokereien, Fabriken, Minen und Kraftwerken, deren Abgase den Himmel verdunkeln: Das ist Chinas neuer Industriekorridor, der sich in den Autonomen Regionen Ningxia und Innere Mongolei zu beiden Seiten des Gelben Flusses erstreckt

Nach Ende der Schicht an einem Kalkofen kehrt ein Ehepaar in seine Unterkunft zurück - die Frau noch mit Verbandsmull und Wollschal gegen den ätzenden Staub vermummt: zwei von Millionen chinesischer Wanderarbeiter

Ein kleiner Hochofen entlässt seine Abgase frei in die Luft. Die vorgeschriebene Filteranlage über der Brennkammer hat der Betreiber, wie es viele tun, ausgeschaltet. Um Kosten zu sparen

Die "West PVC Company" in Shizuishang stellt Plastik und Salzsäure her. Die chemischen Abfälle, die dabei entstehen, werden ungeklärt in den Gelben Fluss geleitet

Wasserverschmutzung ist das dringendste Umweltproblem für Millionen von Chinesen

"Keine Verschmutzung. Wir wollen leben", steht auf den Plakaten, mit denen sich die Bauern von Beishan 2005 auf einem Weg niederließen und den Verkehr blockierten. Asche bedeckte ihre Felder, das Gras dort war schwarz verfärbt

Der Dorfvorsteher von Beishan, Yuan Guangsun, nimmt Abschied vom Land seiner Vorfahren. Er verbrennt Kopien von Geldscheinen am Grab seiner Eltern, damit es ihnen im Jenseits gut ergehen möge

In den Baracken der Arbeiter warten Kinder auf die Rückkehr ihrer Eltern aus der Fabrik. Inzwischen hat die Stadtregierung von Wuhai ein Internat für den Nachwuchs der Migranten errichtet

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