Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer will den CO2- Ausstoß der Stadt bis 2020 von zehn auf drei Tonnen pro Kopf reduzieren. Ein ehrgeiziges Ziel, das "nur erreichbar ist, wenn alle mitmachen"

Für die Berliner Geschwister Felicia und Melchior Moss stand von Anfang an fest: Die Streetwear- Kollektionen ihres Modelabels "Slowmo" werden ausschließlich aus Öko-Baumwolle gefertigt – und zu fairen Arbeitsbedingungen

Als Sandra und Stephan Wolf 2001 einen Sohn bekamen, begannen sie, genauer nachzufragen; nach der Herkunft von Lebensmitteln, nach Inhaltsstoffen in Möbeln und Textilien. Und zogen schon bald Konsequenzen: So kauft Sandra Wolf Obst, Milch und Gemüse nicht mehr im Supermarkt, sondern lässt sich jede Woche eine Biokiste vom örtlichen Bauern liefern

Einen deftigen Schweinsbraten zieht Thilo Bode, Chef der Verbraucherschutzorganisation foodwatch in Berlin, jedem Rindersteak vor. Zum einen, weil ihm die Kost seiner bayerischen Heimat immer noch am besten schmeckt. Zum anderen, weil Schweinefleisch eine ungleich bessere Ökobilanz aufweist als alles, was vom Rind kommt

Stefan Schaltegger bildet Revolutionäre aus. Am Centre for Sustainability Management der Leuphana Universität Lüneburg schult er Geschäftsführer und Abteilungsleiter. Diese sollen, nach berufsbegleitendem Studium, in ihren Unternehmen "erhebliche, teilweise radikale Veränderungen Richtung Nachhaltigkeit" anstoßen

Bei seiner Fertigstellung 2003 war dieses Gebäude am Hamburger Hafen der höchste Passivhaus- Wohnungsbau Europas, und die 40 Bewohner konnten sich ein wenig als Pioniere fühlen. Denn das Haus verbraucht nur ein Minimum an fossiler Energie. Beheizt wird es fast ausschließlich durch Sonneneinstrahlung und die Abwärme häuslicher Tätigkeiten wie Kochen oder Duschen

Im Jahr 2006 schaffte sich Martin Unfried, EU-Experte für Umweltrecht, ein neues Auto an, getreu seinem oben stehenden Lebensmotto. Der Dreiliter-Lupo fährt mit Rapsöl aus regionalem Anbau

Der Werbelektor Joachim Straßburger lebt in Hofheim am Taunus mit seiner Lebensgefährtin Sonja Bäder und den drei Kindern konsequent nachhaltig. Eine hauseigene Photovoltaikanlage produziert mehr Strom, als die Familie braucht

Michael Bilharz hat noch nie in seinem Leben ein Flugzeug bestiegen. Er besitzt kein Auto, kauft fast immer im Bioladen, und da er durch Beteiligung an einem Windkraftwerk jährlich 15 Tonnen Schadstoffe kompensiert, ist die CO2-Bilanz seiner dreiköpfigen Familie fast ausgeglichen

GEO.de Newsletter