Tschad: Fotograf George Steinmetz mit seinem Arbeitsmittel - einem motorisierten Gleitschirm

Salzkarawanen in der Ténéré-Wüste. Zwei Monate dauert der Marsch zur Oase Bilma, wo die Tuareg das Salz aus Händler aus Niger und Nigeria verkaufen

Alain Arnoux überfliegt das Dünenfeld von Badain Jaran. Die Dünen hier ragen im Schnitt 350 Meter in den Wüstenhimmel

Für die rote Farbe der Laguna Colorada sind rote Algen verantwortlich. Sie nähren sich von den Inhaltsstoffen natürlicher heißer Quellen

Kamele streifen durch das Leere Viertel (Rub al-Chali) auf dem Weg zur Weide nahe Wadi Mitan in West-Oman

Der Mann und die Wüste: Selbstporträt George Steinmetz über Ramlat Mitan (Leeres Viertel, Rub al-Chali)

Der Vulkankrater Wau al Namus im Süden Libyens ist selbst auf Satellitenaufnahmen gut zu erkennen

Weltkulturerbe: Die heilige Stadt Beni Isguen ist das am besten erhaltene antike Bergstädtchen von Ghardaia

George Steinmetz steuert seinen Paraglider über Shibam, Yemen

Maasai-Hirten posieren mit George Steinmetz nahe dem Natron-See, Kenia

Über den Dünen Arabiens und den Weiten Australiens, durch die Sahara, die Gobi und die Sonora-Wüste ist der Fotograf George Steinmetz schon mit einem motorisierten Gleitschirm geschwebt, um die strenge Schönheit von Regionen zu dokumentieren, die ohne Wasser auskommen müssen. Nirgends allerdings war es so gefährlich wie in der Gegend, die er sich als letzte für sein Buch "Wüsten von oben" vorgenommen hatte: Ladakh.

Denn nicht nur sind weite Teile dieser Grenzregion zwischen Indien, China und Pakistan Sperrgebiet, in dem Ausländer mit Fluggeräten nichts verloren haben. Die Täler im Regenschatten der Himalaya-Gipfel liegen auch bis zu 4000 Meter hoch - die dünne Luft bietet dem Gleitschirm oben kaum Halt.

Außerdem musste Steinmetz mit brutaler Thermik kämpfen. Untertags heizte die Sonne die Hänge auf, der Auftrieb zog die Luft ab dem Nachmittag wie mit einem Staubsauger aus den Tälern. In der Nacht kühlten sich die Luftmassen ab und stürzten morgens als Fallwinde zurück in die Hochebenen. Für den Piloten bedeutete das: immer beide Hände an den Steuerschnüren.

Nur: wie da noch eine Hand freibekommen, um die Kamera zu halten? Auch für das Material war die Belastung enorm. Nach wenigen Starts war der 310-Kubikzentimeter-Motor durchgebrannt. Die Mechaniker vor Ort: überfordert. Steinmetz musste nach Delhi zurückkehren, um einen neuen Motor einfliegen zu lassen - aus Hannover. Der Aufwand für seine "letzte Wüste" aber, sagt er, hat sich gelohnt.

Die Homepage des Fotografen: www.georgesteinmetz.com

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"Wüsten von oben", ein 356 Seiten schwerer Bildband, erschienen in Kooperation der Partner Frederking & Thaler und GEO, breitet die gewaltigsten Trockengebiete auf unserem Planeten mit spektakulären Aufnahmen im Großformat vor den Lesern aus. Mit einem Vorwort des langjährigen GEO-Expeditionschefs Uwe George. Preis: 59 Euro, erhältlich im GEO Shop

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