Sydney River

Im Flussdelta des Sydney Rivers tummeln sich zu Zeiten der Lachswanderung vier verschiedene Lachsarten. Im nährstoffreichen Wasser des Fjords sind auch Seeotter, Seelöwen, Seehunde, Delphine, Orcas, Buckelwale und sogar Riesenhaie anzutreffen

Clayoquot Sound

Meeres- und Waldökosysteme sind im Clayoquot Sound untrennbar miteinander verbunden. Viele Wildtiere suchen bei Ebbe auf dem Wattenmeer unter Steinen und im Schlamm nach proteinreichen Muscheln, Krebsen und Austern

Sanddünen

In einer gemäßigten Küstenregenwaldregion sind Sanddünen eher eine seltene Erscheinung. Sie bieten der Vogelwelt ideale Bedingungen für Brutplätze

Bergige Topografie

Clayoquot Sound an der Westküste Vancouver Islands ist zum Inselinneren hin durch eine bergige Topografie und labyrinthartige Fjord- und Insellandschaften geprägt. Im Hintergrund ragen die schneebedeckten Gipfel des hochgebirgigen Strathcona Provincial Parks auf. Sie bieten den größten Kontrast zu der teils schroff-felsigen, teils aus langen Sandstränden bestehenden rauen Pazifikküste

Klippen-Austernfischer

Klippen-Austernfischer bewohnen mit einer geschätzten Gesamtpopulation von nur 9000 bis 11.000 Tieren die Küstengebiete Nordamerikas. Ihr bevorzugter Lebensraum ist das Wattenmeer, wo die Vögel in Schwärmen mit Ihren kräftigen Schnäbeln nach Muscheln, Schnecken und Krebsen suchen

Küstenregenurwald

Clayoquot Sound enthält die größten verbleibenden Flächen an produktivem gemäßigten Küstenregenurwald auf Vancouver Island - und ist gerade deshalb seit etwa 30 Jahren im Visier der kanadischen Holzindustrie, die sich durch Erschöpfung der großen Urwaldreserven nun auch auf die verbliebenen intakten Restflächen fokusiert. Mindestens 80 Prozent von Vancouver Islands Urwäldern wurden bereits abgeholzt

"War of the Woods"

Als Mitte der 80er Jahre Holzfirmen die gesamte Region großflächig abholzen wollten, formierten sich Umweltschützer aus Kanada und aller Welt in friedlichen Massenprotesten und Demonstrationscamps, um der Holzindustrie vor Ort die Stirn zu bieten und sich für die Rettung der majestätischen Baumriesen Clayoquot Sounds einzusetzen. Der Konflikt ging als "War of the Woods" in die kanadische Geschichte ein

Lebensadern

Bäche und Flüsse sind wichtige Lebensadern in Clayoquot Sound. In dieser sehr humiden Region mit Niederschlagsraten von über 2000 Milimeter pro Jahr wirkt das ganze Gebiet wie ein riesiges Drainagesystem, das den Nährstoffhaushalt zwischen Land und Ozean regelt

Kolibri

Der Zimtkolibri zeigt sich im Clayoquot Sound in den Frühjahrs- und Sommermonaten. Der Pazifische Nordwesten gehört zu dem nördlichsten Verbreitungsgebiet dieser Vogelart, die man in gemäßigten Breiten zunächst kaum vermuten würde. Zimtkolibris überwintern in Mexiko und wandern im Frühjahr Richtung Norden

Nebelschleier

Die hohe Luftfeuchtigkeit im pazifischen Nordwesten hüllt Inseln und Berggipfel oft in mystische Nebelschleier. Die Region ist Heimat mehrerer Wolfsrudel, für die der Nahrungsreichtum Clayoquot Sounds paradiesische Bedingungen schafft

Wildnis erleben

See-Kayaken ist eine beliebte Outdoor-Aktivität im Clayoquot Sound - und die beste Art, um die endlosen Naturspektakel dieser Region hautnah zu erleben. Wer auf eigene Faust die Wildnis erkunden will, sollte auf

extreme Abgeschiedenheit vorbereitet sein, sich mit Wildnis-Touren auskennen und vertraut sein mit extremen Gezeiten und

Wetterbedingungen - und der machtvollen Tierwelt dieser Region

Vor 20 Jahren wurde Vancouver Island zum Schauplatz eines erbitterten Streits. Einheimische und Naturschützer protestierten gegen den rücksichtslosen Raubbau der Holzindustrie an einem einzigartigen Ökosystem, dem gemäßigten pazifischen Küstenregenwald mit seinen tausende Jahre alten Baumriesen.

Seit dem Jahr 2000 nun ist Clayoquot Sound ein Unesco-Biosphärenreservat. Doch sicher vor dem Zugriff der Holzindustrie ist er damit nicht. Naturschützer kritisieren, dass seit Ende der Neunzigerjahre des vergangenen Jahrhunderts die Abholzung des Küstenregenwaldes wieder zunimmt. Gleichzeitig bedroht die Lachszucht in riesigen Aquakulturen entlang der zerklüfteten Küstenlinie die wilden Lachsbestände - und damit einen wichtigen Teil der Nahrungskette des gesamten Ökosystems. Doch damit nicht genug: Bergbauunternehmen suchen im Gebiet des Reservats nach Gold und Kupfer.

Der Fotograf Sander Jain suchte und fand mit seinem Kajak und seiner Kamera vor allem: atemraubende Natur, Wälder und Küsten von wilder Schönheit. Seine Fotos sind ein Plädoyer für einen behutsamen Umgang mit einem bedrohten Paradies.

Die Homepage des Fotografen: www.sanderjain.com

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