Schiffswrack SS Ayrfield, Sydney

Viele Schiffe wurden in der Honeybush Bay vor Sydney abgewrackt. Die SS Ayrfield aber ist besonders: Aus dem Rumpf des 1911 gebauten Schiffes wächst ein beachtlicher Mangrovenwald

Der Freizeitpark von Pripyat, Ukraine

Im ukrainischen Pripyat steht der wohl traurigste Vergnügungspark der Welt. Seine Eröffnung war für den 1. Mai 1986 geplant. Doch alles kam anders: Am 26. April explodierte im nur wenige Kilometer entfernten Tschernobyl ein Kernreaktor. Einen Tag nach der Katastrophe beschloss die Bezirksregierung den Freizeitpark zu öffnen, um den Menschen etwas Ablenkung zu verschaffen. Aber nur wenige Stunden nachdem Autoscooter und Riesenrad erstmals in Betrieb waren, kam der Befehl zur Evakuierung. Der Park blieb für immer geschlossen

Der stillgelegte Kühlturm von Charleroi, Belgien

Charleroi in Belgien ist wahrlich kein hübscher Ort – manche sprechen gar von der hässlichsten Stadt der Welt. Für Fotokünstler jedoch ist das ehemalige Zentrum der wallonischen Kohle- und Stahlindustrie ein Paradies. Denn hier finden sich unzählige interessante Motive, wie dieser vielfach in Szene gesetzte Kühlturm

Tempelanlage Ta Prohm, Kambodscha

Zwar ist Ta Prohm längst nicht so groß wie Kambodschas bekannteste Tempelanlage Angkor Wat. Dennoch hat die Ruine ihren ganz besonderen Charme: Als einziger Tempel in der Region Angkor wurde sie von den Restauratoren in dem Zustand belassen, in dem sie ihn vorfanden. Die Vegetation wurde lediglich soweit entfernt, dass es Besuchern möglich ist, die Anlage zu begehen

Das Tal der Mühlen, Sorrent

In einer Schlucht im Herzen der italienischen Stadt Sorrent ruht dieser verborgene Schatz: eine verlassene Mühle, die dem Tal seinen Namen gab. Um 900 n. Chr. erbaut, wurde das Steinhaus noch bis zum 19. Jahrhundert als Getreidemühle genutzt. Dann verließen die Müller den Ort, da das feuchte Klima in der Schlucht zunehmend zum Problem wurde

Das "Tree Bike" von Vashon Island, Washington

1954 war ein tragisches Jahr für die Familie Puz: Das Haus brannte nieder, Helen Puz verlor ihren Mann, der kleine Don seinen Vater. Die Menschen aus der kleinen Gemeinde halfen, wo sie konnten – spendeten Kleidung, Spielsachen und sogar ein Fahrrad. "Es war ein Mädchenrad, doch es schien perfekt für meinen Sohn", erinnert sich Helen Puz. Don allerdings war weniger begeistert. Schon bald erzählte er seiner Mutter, er habe das Rad "beim Spielen verloren". 50 Jahre lang glaubte Helen seine Geschichte, bis die Lokalzeitung über einen skurrilen Fund berichtete: ein altes Fahrrad, gut 1,5 Meter hoch in einem Baum verwachsen, entdeckt nur wenige hundert Meter von Helens und Dons früherer Wohnung entfernt. 2014 haben Vandalen das "Tree Bike" leider erheblich zerstört und viele Teile gestohlen. Die Bewohner versuchen nun ihre kleine Touristenattraktion mit historischen Bauteilen wiederherzustellen

Die Olympia-Bobbahn von Sarajewo

Nach den Sportlern kamen die Soldaten: Die Olympia-Bobbahn von Sarajewo war einst stolze Kulisse des legendären Doppelgold-Erfolgs der DDR bei den Winterspielen 1984. Im Bosnien-Krieg diente die Rennstrecke dann als Artillerieposten serbischer Kämpfer – zurück blieben Einschusslöcher im Beton und Minen in den Wäldern. Doch bald schon könnte das vergessen Bauwerk zu neuer Blüte erwachen. Eine Gruppe Bosnier verfolgt den kühnen Traum, den Sportbetrieb wiederzubeleben

Six Flags Park in New Orleans

Hurrikan Katrina verwüstete den Freizeitpark Six Flags in New Orleans so verheerend, dass dieser nie wieder geöffnet wurde. Zu groß wären die Investitionen für eine Instandsetzung gewesen. Heute ist er beliebtes Motiv bei Hobbyfotografen und Hollywood-Produktionen. Zuletzt diente der verlassene Park als Kulisse für den Film "Jurassic World", der im Sommer 2015 in die Kinos kommen wird

Geisterstadt Kolmanskop, Namibia

Ein Diamantenfund löste im Jahr 1908 einen Boom in Kolmanskop aus. Zwischenzeitlich galt die Stadt im Südwesten Namibias als reichste des Landes. Doch als die Mine nichts mehr her gab, kam der rasante Abstieg. Heute dringt der Wüstensand meterhoch durch Türen und Fenster der verlassenen Häuser

New World Kaufhaus, Bangkok

15 Jahre lang war das New World Einkaufs-Center in Bangkok in Betrieb, bis bekannt wurde, dass während seiner Errichtung gegen Bauvorschriften verstoßen worden war. Das Kaufhaus schloss und die Ruine verwandelte sich zum sumpfigen Biotop, das massenweise Stechmücken hervorbrachte. Mit ausgesetzten Fischen wollten die anliegenden Geschäftsleute den Plagegeistern Herr werden: so wurde der Konsumtempel zum gigantischen Fischteich. Nun soll das baufällige Gebäude abgerissen werden. Im Januar haben Mitarbeiter der Stadtverwaltung begonnen die Tier einzufangen und umzusiedeln