Mount Rainier Nationalpark, USA

Das 4392 Meter hohe, häufig von Wolken verhangene Vulkanmassiv des Mount Rainier im US-Bundesstaat Washington ist der weltbeste Flockenfänger: Jedes Jahr fallen dort durchschnittlich 17 Meter Neuschnee! 1972 wuchs die Schneedecke gar mehr als 28,5 Meter hoch; darin hätte ein neunstöckiges Gebäude versinken können.

Oklahoma, USA

In der »Tornado Alley« der USA östlich der Rocky Mountains prallen oft Kaltfronten aus dem Norden und warme Luftmassen aus dem Golf von Mexiko aufeinander – und lösen rekordverdächtige Stürme aus. Im Mai 1999 fegten so an nur einem Tag mehr als 70 zerstörerische Tornados durch Oklahoma: Die Böe eines von ihnen kam im Ort Bridge Creek auf die Geschwindigkeit von 484 km/h.

Congo Mirador, Venezuela

In jeder Sekunde durchziehen gleichzeitig Tausende von Gewittern die Erdatmosphäre. Nirgendwo aber funkt und kracht es so oft wie im Nordwesten Venezuelas: Über den Sümpfen des Maracaibo-Beckens bauen sich Ladungen in den Wolken auf, bis es zum Kurzschluss kommt – und das in bis zu 260 Nächten pro Jahr. Pro Minute zucken dann manchmal 120 Blitze über den Himmel. Der Grund des Spektakels: Aus dem Maracaibo-See, der wie ein V von Gebirgen umgeben ist, steigt tagsüber warme, tropische Luft auf, wird vom Passatwind beschleunigt und prallt dann mit kühleren Fallwinden aus der Höhe abrupt zusammen.

Wüste Lut, Iran

78,2 Grad Celsius. Eine GEO-Expedition misst in der iranischen Wüste Lut die höchste je registrierte Temperatur der Erdoberfläche. Wie können Tiere und Pflanzen in dieser Hitze überleben? Die Antwort wirft neues Licht auf die Anpassungskunst der Natur. Unsere Reportage dazu lesen Sie in GEO 11/2017 - hier direkt bestellen

Mawsynram, Indien

Regenloch Deutschland? Von wegen! Nicht einmal in zehn Jahren fällt bei uns so viel Wasser vom Himmel wie in nur 365 Tagen im indischen Dorf Mawsynram: Über dem Golf von Bengalen nimmt die Luft mit dem Sommermonsun sehr viel Feuchtigkeit auf, die sie beim Abkühlen am Himalaya abregnet. 11 873 Liter prasseln dadurch dort im Jahresdurchschnitt pro Quadratmeter nieder.

Atacama-Wüste, Chile

Nur 0,76 Millimeter an Regen erreichen jährlich den Boden des Ortes Arica in der Atacama-Wüste: Das ist etwas mehr als der Inhalt einer Weinflasche auf einen Quadratmeter verteilt. Im Osten schirmen die Anden die Wüste ab, von Westen her trägt der pazifische Humboldtstrom meist nur kühle, trockene Luft heran. Wissenschaftler trainieren in der Atacama für Missionen zum Mars – und sind auf winzige Cyanobakterien gestoßen, die in Salzkrusten der Dürre trotzen.

Wostok, Antarktis

An der russischen Forschungsstation mitten im Kontinentaleis der Antarktis sank die Lufttemperatur 1983 auf 89,2 Grad Celsius unter Null: den niedrigsten Wert, der bislang jemals auf Erden gemessen wurde. Trotzdem befindet sich unter dem Eispanzer flüssiges Süßwasser. Der Wostoksee ist vermutlich seit mindestens 15 Millionen Jahren eingeschlossen – und kann wegen des hohen Drucks seiner Gletscherdecke nicht zufrieren.

Mosambik

Nach einer aktuellen Expertenstudie ist kein anderes Land der Welt so stark von Klima- und Wetterkatastrophen gefährdet wie Mosambik. Vor allem durch sintflutartige Regenfälle drohen dort immer wieder gewaltige Schäden. Die Forscher, die aus den Folgen von Dürren, Hitzewellen, Überschwemmungen und anderen Wetterextremen einen weltweiten »Klima-Risiko-Index« zusammenstellten, sehen Afrika als besonders betroffen an: Vier der zehn Staaten mit höchstem Gefahrenpotenzial liegen dort – auf dem wirtschaftlich ärmsten Kontinent.