Shōdoshima Island, Japan

Wenn die Temperaturen fallen, schmiegen sich auch die Makaken aneinander, um sich gegenseitig Wärme zu spenden. Dies gilt besonders für die japanischen Makaken, die sogenannten Macaca fuscata. Sie sind neben den Menschen die einzigen Primaten, die in solch kalten Gefilden leben. Diese Aufnahme von einem besonders kalten Tag auf der japanischen Insel Shōdoshima machte Alexandre Bonnefoy

Revillagigedo Islands, Mexiko

Die abgelegene Inselgruppe der Revillagigedo Islands vor der Westküste Mexikos ist bereits an sich interessant. Die Inseln sind die vier Gipfel einer versunkenen vulkanischen Gebirgskette. Sie sind umgeben von einem Marine-Schutzgebiet, in dem sich die kalten Gewässer des Nordpazifiks mit dem wärmeren Nordäquatorialstrom mischen. Die vielen Nährstoffe und der Planktonreichtum ziehen viele Meeresbewohner an, wie diese Aufnahme von Ralph Pace zeigt. Zu sehen sind in diesem Bild beispielsweise Schwarzhaie, Gelbflossen-Thun und Galapagoshaie, die sich versammelt haben, um gemeinsam einen Fischschwarm zu jagen

 

 

Yukon River, Kanada

So nah ist der Fotograf Peter Mather dieser Grizzlymutter nicht persönlich begegnet. Er stellte am Yukon Fluss in Kanada entlang der Route, die die Bären auf der Suche nach Lachs hier nehmen, mehrere Kamerafallen auf. Eine löste aus, als diese Mutter mit ihrem Jungen vorbeitappte. Mit seinen Bildern möchte der Fotograf auf die Gefährdung der kanadischen Bären aufmerksam machen. Ihr Hauptnahrungsmittel der Lachs ist immer mehr mit Giftstoffen wie Quecksilber belastet, die sich durch die Nahrungskette ziehen und den Jagdtieren ordentlich zusetzen. Wissenschaftler haben gar herausgefunden, dass 70 Prozent der in British Columbia lebenden Bären mehr Quecksilber in sich tragen, als gesund ist.

Hawaii Volcanoes National Park, USA

Über Wochen hinweg strömte die heiße Lava des Vulkans Kilauea auf Big Island im Januar 2017 in den Pazifik. Dieses Naturspektakel lässt sich auf Hawaii zwar ab und an beobachten, aber in dieser ausgeprägten Form ist es auch hier selten. Steinbrocken, Sand und Teile von bereits kalter Lava wurden dabei immer wieder explosionsartig in die Luft geschleudert. Einen dieser Momente hielt Jon Cornforth mit der Kamera fest

Wolong National Nature Reserve, China

Traurig, aber wahr: In China leben nur noch etwa 1600 Große Pandas in freier Wildbahn – und diese Tiere sind stark vom Aussterben bedroht. Das Problem: Große Pandas, die in Gefangenschaft geboren werden, lernen dort nicht, wie sie sich verhalten müssen, um in Freiheit zu überleben. Deshalb ist die Nachzucht und Auswilderung dieser Art sehr schwierig. Moderne Aufzuchtstationen wie das gezeigte Hetaoping Research and Conservation Center bemühen sich darum, die jungen Tiere von menschlichen Einflüssen fernzuhalten. Die Tierpfleger tragen deshalb sogar Pandakostüme – die mit arttypischen Geruch von Urin und Kot behandelt wurden. Eine Interaktion zwischen Panda und Mensch hielt Ami Vitale in ihrem Bild fest

Emas National Park, Brasilien

Im Frühjahr zeigt sich im Hochland Brasiliens dieses Licht-Spek­takel: Nach Regenschauern kriechen die Larven von Glühwürmchen an Termiten­hügeln empor und bringen die Savanne zum Leuchten. Das Licht lockt die Beutetiere der Larven an: Termiten und Ameisen. Nutznießer ist im Emas-Nationalpark auch ein Ameisenbär: Mit seiner bis zu 60 Zenti­meter langen, klebrigen Zunge schleckt er die Insekten vom Erdbau. Fotografiert hat diese Szene Marcio Cabral. Die gesamte Strecke ist ebenfalls in GEO 7/2017 zu sehen

Singur, Indien

Obwohl es offiziell verboten ist, brandroden viele Bauern in der indischen Region West Bengal ihre Felder nach der Ernte von Reis und Weizen. Das freut besonders die lokalen Vögel. Denn durch das Feuer verlassen die Insekten die Felder und die Vögel brauchen nur in sicherem Abstand auf ihre Beute zu warten. Auf dem Bild von Kallol Mukherjee sind Königsdrongos zu sehen, die sich vor dramatischer Kulisse den Bauch vollschlagen

Dominica, Karibik

Der Fotograf Franco Banfi folgte mit seinem Tauch-Team einer Gruppe Pottwale, als die Giganten plötzlich in einer vertikalen Position verharrten. Seit 2008 ist dieses Phänomen erst bekannt. Pottwale verbringen rund 7 Prozent ihres Tages damit kurze (6-24 Minuten) Pausen in dieser Position direkt unterhalb der Wasseroberfläche einzulegen. Wissenschaftler gehen davon aus, dass dies die einzige Zeit sein könnte, in der Pottwale schlafen

Lembeh Strait, Indonesien

Umgeben von schwarzem Vulkansand wacht eine bunte Fangschreckkrebsin über ihre befruchteten Eier. Wie eine Kette hängen diese zusammen, denn das Muttertier produziert eine Art Klebstoff, um ihre Nachkommen wenn nötig flexibel und einfach transportieren zu können. Meistens verharrt sie jedoch an einem Ort und nimmt keine Nahrung zu sich, bis die kleinen Krebse geschlüpft sind. So eine Szene fing Filippo Borghi mit seiner Kamera ein

Bosque del Apache National Wildlife Refuge, USA

Seit den 1960er Jahren ist die Population der nordamerikanischen Schneegänse explodiert, Schätzungen zufolge um das dreizehnfache angestiegen. Das soll zum Teil auch daran liegen, dass weitläufige Kornfelder entlang der Wanderrouten der Schneegänse angelegt wurden. Die Gänse grasen diese Flächen in einer hohen Geschwindigkeit ab und hinterlassen zerstörte Böden, die teilweise Jahrzehnte benötigen, um sich zu regenerieren. In Kanada gelten die Tiere deshalb offiziell als Plage, insbesondere da sie mit diesem Verhalten einen negativen Einfluss auf die sensiblen Arktisbewohner, wie den bedrohten Vogel Knutt, haben. Schön anzusehen sind die Schneegänse in der Luft dennoch, befand Fotografin Denise Ippolito

National Wildlife Property Repository, USA

Ein Schauer dürfte den meisten Betrachtern dieser Aufnahme über den Rücken laufen. Diese Sitze aus Elefantenfüßen gehören zu den rund 1,3 Millionen Fundstücken, die an amerikanischen Flughäfen, auf Märkten oder in Haushalten gefunden wurden. Sie sind alle bei der Fisch- und Wildtierbehörde in Denver untergebracht. Trotz strenger Verbote und Auflagen finden solche Produkte immer noch Abnehmer auf illegalen Märkten. Skurril und erschreckend fand Fotografin Britta Jaschinski besonders diese Elefantenfüße aus Afrika. Die Elefantenbestände auf dem afrikanischen Kontinent haben insbesondere aufgrund der gestiegenen Elfenbeinnachfrage stark gelitten. Im Schnitt ist der Bestand um acht Prozent pro Jahr allein im letzten Jahrzehnt gesunken

Monterey Bay National Marine Sanctuary, USA

Diese Aufnahme vermag auf den ersten Blick einfache Zellenorganismen unter dem Mikroskop zu zeigen, dabei sind hier Dutzende Segelquallen in einem Eimer zu sehen. Jede Qualle kann bis zu acht Zentimeter lang werden und besteht aus einer eigenen kleinen Polypenkolonie, die sich von Plankton ernährt, sich reproduziert und die Kolonie beschützt. Treibend an der Wasseroberfläche, reisen die Segelquallen, wie es sich für wahre Segler gehört, mit dem Wind. Dieses Bild machte Jodi Frediani