1. "Eichen sollst du weichen, Buchen sollst du suchen!"

Um ein Gewitter zu überleben, muss man kein Baumkenner sein. Denn zum einen ist die Wahrscheinlichkeit, getroffen zu werden, dieselbe wie ein Sechser  im Lotto - mit Superzahl. Durchschnittlich gibt es in Deutschland nur drei bis vier Blitztote jedes Jahr. Im Verkehr sterben dagegen auf deutschen Straßen jedes Jahr mehr als 3000 Menschen. Zum anderen gibt es eine einfache Faustregel: Meiden Sie hohe, vor allem frei stehende Objekte, egal welcher Art. Halten Sie mindestens zehn Meter Abstand zu einzelnen Bäumen. Dem Blitz ist die Baumart egal.

2. Blitze verlaufen immer von oben nach unten.

Es gibt verschiedene Arten von Blitzen. Neben den klassischen Erdblitzen gibt es auch Wolkenblitze, die horizontal verlaufen – und bis zu 100 Kilometer lang werden können. Im Gegensatz zu ihren vertikalen Verwandten sind sie aber für Mensch und Tier am Erdboden ungefährlich.

3. Blitze schlagen nie zweimal an derselben Stelle ein.

Tun sie doch! Wenn Sie also von einer Stelle wissen, wo schon mal ein Blitz eingeschlagen ist, halten Sie sich lieber fern. Hohe, einzeln stehende Objekte wie Gebäude oder Bäume sind für Blitze generell "attraktiv".

4. Wenn das Gewitter direkt über einem ist, sollte man sich flach hinlegen.

Wenn Sie tatsächlich einmal in ein schweres Gewitter geraten, sollten Sie sich nicht lang machen – das erhöht die Angriffsfläche für den Blitz. Suchen Sie sich stattdessen eine möglichst vertiefte Stelle im Gelände, hocken Sie sich hin, indem Sie die Knie umklammert halten und ziehen Sie den Kopf ein.

5. Elektrische Geräte sind heutzutage bei Gewitter sicher.

Früher hieß es mal, bei Gewitter solle man lieber die Stecker ziehen. Das gilt streng genommen immer noch. Denn nicht jedes Haus hat einen Überspannungsschutz, der Schäden an Elektrogeräten verhindern kann, wenn der Blitz einschlägt. Nur für Neubauten ist seit Oktober 2016 ein Einbau Pflicht. Im Zweifel fragen Sie Ihre Hausverwaltung.