Extremer Salzgehalt Dieser Tümpel ist das salzigste Gewässer der Erde

Das Tote Meer in Jordanien ist zwar berühmt für seinen hohen Salzgehalt, der badenden Touristen ungewöhnlich viel Auftrieb verleiht. Das salzigste Gewässer ist es aber bei weitem nicht
Don-Juan-Pond

Unbekannt, aber rekordverdächtig salzig: der Don-Juan-Teich in der Antarktis (in der rechten Bildhälfte)

Wohl jeder kennt Fotos von Badenden, die auf dem Rücken schwimmend die Zeitung lesen. Der enorm hohe Salzgehalt in dem Gewässer, das an Jordanien, Israel und das Westjordanland grenzt, macht’s möglich. Durchschnittlich 28 Prozent seiner Masse sind Salze. (Zum Vergleich: Der Salzgehalt des Mittelmeers liegt bei 3,8 Prozent.) Je höher die Salzkonzentration, desto größer die Dichte des Wassers – und damit der Auftrieb von Körpern.

Doch es gibt Gewässer, die noch erheblich salziger sind.

Der Rekordhalter unter ihnen ist ein Tümpel in der Ostantarktis – den kaum jemals ein Tourist zu Gesicht bekommen haben wird. Der Don-Juan-Teich, der mit seinen 30.000 Quadratmetern nur wenig größer ist als drei Fußballfelder, hat einen Salzgehalt von über 40 Prozent. Doch auch wenn das Wasser noch mehr Auftrieb verspricht als das Tote Meer: Zum Baden ist es hier viel zu kalt. Als der See 1961 von zwei Hubschrauberpiloten entdeckt wurde, zeigte das Thermometer minus 30 Grad. Zudem ist er nur zehn Zentimeter tief. Oder war es Ende der neunziger Jahre. Denn der Tümpel scheint auszutrocknen. Heute sind möglicherweise nur noch Reste des Sees vorhanden.

Platz zwei und drei belegen zwei Seen auf dem afrikanischen Kontinent. So ist der Retba-See oder auch Lac Rose im Senegal mit über 380 Gramm Salz pro Liter ein wichtiger Salzlieferant der Region. Im Osten Afrikas liegt, an der mit 155 Metern tiefsten Stelle des Kontinents, der Assalsee. Der Grund für seinen extremen Salzgehalt von 350 Gramm pro Liter ist die starke Verdunstung: Das Quecksilber sinkt hier auch an kalten Tagen selten unter 25 Grad Celsius.