Weihnachtsbaum aus Plastik?

Was ist ökologisch sinnvoller: eine echte Weihnachtstanne oder ein Plastikbaum? Fragt Dieter Berg aus Berlin

Der Plastikbaum im Wohnzimmer, aus Liebe zur Umwelt? Eine aufsehenerregende Entscheidung, zumindest hierzulande! In den USA ist bereits jeder dritte Christbaum eine Tanne aus Kunststoff - auch, weil sie angeblich die grüneren Blätter trägt.

Für uns Deutsche sterben rund 28 Millionen Bäume zum Weihnachtsfest. Das Ausweichen auf ein künstliches Exemplar würde Leben retten. Doch noch wichtiger sei, sagt der Naturfreund: Die Plastikimitation kann wiederverwendet werden - damit entfiele der CO2-trächtige Transport der Bäume vom Forst über den Händler zum Kunden. Ganz falsch ist das nicht. Aber: Vier von fünf Plastiktannen sind Importe aus China; mindestens zehn Weihnachten lang müssten sie besungen werden, damit die CO2-Rechnung aufgeht.

Selbst wenn Sie diesen langen Atem haben: Irgendwann landet der Kunst-Baum im Müll - und setzt beim Verbrennen fast immer Giftstoffe frei. Echte Tannen dagegen verwandeln sich in Humus. Und von diesen Tannen gibt es genug, den weihnachtlichen Einschlag verkraften die Plantagen mühelos. Also: Greifen Sie weiterhin zum Original - möglichst einem einheimischen aus Öko-Anbau. Sie bringen es nicht übers Herz? Dann besuchen Sie zum Fest Ihre Freunde. Wer gemeinsam feiert, braucht weniger Bäume.

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