Nachhaltigkeit Hände trocknen im Restaurant: Mit Papier oder elektrisch?

Ich trockne meine Hände ungern mit Papier. Spricht ökologisch etwas gegen elektrische Trockner? Fragt Sabine Koch aus Duisburg

Auf jeden Fall gehören Sie einer Minderheit an: Laut einer Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung trocknen nur 15 Prozent der Deutschen ihre Hände unter dem Luftstrom. 25 Prozent greifen zum Stoffhandtuch von der Rolle, und 56 Prozent benutzen außer Haus bevorzugt Papiertücher.

Das ist bedauerlich, denn am Waschbecken ist die erwärmte Luft ausnahmsweise einmal gut für das Klima. Zwar demonstriert der elektrische Trockner bei jedem Knopfdruck tosend seinen Energieverbrauch. Aber der Papierspender verschwendet im Stillen wesentlich mehr Ressourcen. Der Grund dafür sind die erheblichen Mengen von Müll, die er im Lauf der Zeit hinterlässt: Wenn 200 Menschen am Tag eine öffentliche Toilette nutzen und jeweils zwei Papiere zum Händetrocknen verwenden, fallen nach fünf Jahren bereits 730 000 Papiere an.

Die Umweltberatungsfirma "Climate Conservancy" schätzt, dass jedes von ihnen die Umwelt mit 28 Gramm CO2 belastet. Der Händetrockner dagegen schlägt nur mit neun bis 20 Gramm CO2 zu Buche - abhängig vom Modell, und wenn sie nur einmal auf den Knopf drücken. Einzelne Pioniere statten die Toilette am Arbeitsplatz übrigens bereits mit persönlichen Handtüchern aus. Wirklich klimaneutral aber trocknet nur, wer die Hände schlicht an der Hose abwischt.

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