Zukunftstechnologie: Die iPhone-App als Hausmeister

Erfinder und Produktentwickler arbeiten an intelligenten Häusern, sogenannten "Smarthomes" - ferngesteuert durch eine iPhone-App

Die Idee ist fast 20 Jahre alt - und hatte das Zeug dazu, den Markt für energieeffiziente Häuser komplett umzukrempeln. Intelligente Heime, so genannte Smarthomes sollten unkompliziert und weitgehend eigenständig verschiedene Funktionen für ihre Energieeffizienz regulieren. Dazu zählen, so die Vision, vor allem Heizungen, Fenster und versteckte Stromfresser. Doch die bisher entwickelten Systeme waren zu teuer und zu störanfällig.

Jetzt erlebt die Idee einen neuen Aufschwung. Die deutsche Firma eq-3 stellt auf ihrer Internetseite ein System vor, mit dem sich Heizung, Fenster und fast alle elektrischen Geräte fernsteuern lassen. Auch die internationalen Firmen Tendril, Ecobee und Control4 haben ähnliche Konzepte entwickelt.

Die Steuerung erfolgt dabei über eine zentrale Einheit, die die eingegebenen Befehle per Funksignal an die einzelnen Geräte überträgt. Das funktioniert deutlich schneller als bei den bekannten Infrarotfernbedienungen - und vor allem in beide Richtungen. Die angeschlossenen Geräte können nun auch Informationen an die zentrale Einheit zurücksenden. Dadurch können aktueller Stromverbrauch, offene Fenster bei angeschalteten Heizkörpern oder schleichende Verbraucher wie Fernseher im Stand-By-Modus identifiziert werden. Diesen Vorteil macht sich die Firma Visible Energy zunutze und entwickelte darüberhinaus eine neue Variante der intelligenten Fernbedienung - die iPhone-App.

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Die Benutzeroberfläche des Smarthome-Systems von eq-3

Apps sind kleine Programme für Smartphones, insbesondere Apples iPhone. Es gibt Apps, die einem Entscheidungen per animiertem Münzwurf abnehmen, einen wichtigen Anruf in einem langweiligen Date simulieren oder den Verlauf einer Diät dokumentieren - erhobener digitaler Zeigefinger inklusive. Mit der App von Visible Energy lässt sich deren Smarthome-System steuern. Einmal mit dem "UFO-Powerstrip", so der Name des Kontrollsystems, verbunden, zeigt das Telefon laufend den Stromverbrauch im Haus an - aufgeschlüsselt nach Stationen.

Diese Stationen, die ein wenig an fliegende Untertassen erinnern, werden zwischen Steckdose und Verbraucher geschaltet, etwa Steckdosenleisten oder Dimmer. Hoher, mittlerer oder niedriger Stromverbrauch wird in Ampelfarben angezeigt. Mit der Software auf dem Handy können bei Bedarf einzelne Verbraucher abgestellt werden. Sowohl die Ermittlung des Verbrauchs als auch die Abschaltung erfolgen in Echtzeit. Die schnelle WLAN-Verbindung des iPhone macht’s möglich. Mit dem System können Stromfresser leicht aufgespürt und abgeschaltet werden.

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Bis ins Detail können einzelne Werte eingegeben und abgelesen werden

Visible Energy ist auf dem Sektor nicht allein. Auch das Smarthome-System von eq-3 wirbt mit der Bedienung per iPhone. "HomeMatic" kann neben der An- und Abschaltung von Stromfressern auch Fenster oder Jalousien fernsteuern. Control4 sperrt PCs und Fernseher, während die Kinder Hausaufgaben machen. Den Ideen der Entwickler scheinen keine Grenzen gesetzt zu sein.

Bei aller Innovation konnten die Firmen jenes Problem, das die Projekte aus den 90ern scheitern ließ, nicht beheben: Wie jede neue Technologie haben die Smarthome-Systeme ihren Preis. Um die 2000 Euro kostet ein Basis-Komplettpaket von eq-3 - iPhone und passende App natürlich exklusive.

Die Homepage des Homematic Systems der deutschen Firma eq-3.

Die Homepage der Firma Ecobee

Die Homepage der Firma Visible Energy
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