Butter

Für viele ist Butter unverzichtbar - ganze 6 Kilogramm davon verbrauchte jeder Deutsche davon durchschnittlich im Jahr 2016. Umgerechnet produzieren diese Mengen an Butter rund 142 Kilogramm CO2 im Jahr - das sind immerhin mehr als ein Prozent unserer jährlichen Gesamt-CO2-Emissionen pro Kopf.

 

Denn je Kilogramm Butter werden, Statistiken des Bundesumweltministeriums zufolge, ganze 23,8 Kilogramm CO2 produziert - das sind mehr als doppelt so viel wie bei Rindfleisch (da sind es "nur" 13,3 Kilogramm CO2). Doch zum Glück sind gute Alternativen wie Margarine mit Olivenöl oder mit heimischem Rapsöl voranden. Weniger günstig sind Produkte aus Palmöl, für die häufig ganze Regenwälder gerodet werden.

Rosen aus Europa

Mehr als 100 Euro gibt jeder Deutsche durchschnittlich im Jahr für Pflanzen aus. Damit steht Deutschland auf Platz 1 der größten Absatzmärkte für Rosen, Nelken & Co. Laut Transfair werden gut 80 Prozent der in Deutschland verkauften Schnittblumen importiert, mehr als die Hälfte stammen aus Kenia, andere aus Südamerika.

 

Erstaunlich: Die Klimabilanz einer Rose aus Afrika ist, einer vor einigen Jahren veröffentlichten Studie der englischen Cranfield Universität zufolge, besser als die einer Rose aus einem niederländischen Gewächshaus. Trotz des mehr als 6000 Kilometer langen Transportwegs zwischen Ostafrika und Europa, produziere ein Strauß kenianischer Rosen "nur" 6000 Kilogramm Kohlenstoffdioxid - die gleiche Menge niederländische Rosen hingegen ganze 35.000 Kilogramm CO2.

 

Wegen des milden Klimas und der vielen Sonnenstunden spare der Anbau in Ostafrika so viel Energie ein, sodass nur 17 Prozent der Menge an CO2 anfielen, die in Europa produziert werden müssen. Da fällt selbst der Flugzeugtansport nicht mehr so stark ins Gewicht. Trotzdem: Umweltfreundlich sind Schnittblumen nicht: Für den Anbau braucht es riesige Mengen Wasser und auch der weite Transportweg mit Flugzeug und LKW verbraucht viel Energie.

Reis

Bis der Reis im Supermarktregal landet, verursacht die Produktion von asiatischem Reis knapp drei Kilo Treibhausgase, darunter vor allem Methan und Kohlendioxid. Rund 65 Prozent dieser Treibhausgase verursacht der übliche Nassreisanbau, nur acht Prozent entfallen auf den weiten Transport. Der Nassreisanbau ist so belastend für die Umwelt, weil sich im Schlamm der gefluteten Felder Methan erzeugende Bakterien so rasant vermehren. Deshalb wird der Reisanbau für 10 bis 17 Prozent des weltweiten Methan-Ausstoßes verantwortlich gemacht. Methan trägt mit 25-Mal stärkerer Wirkung als CO2 zum Klimawandel bei.

 

Zum Vergleich: Bei Nudeln sind es, laut Bundesumweltministrium, je Kilogramm Nudeln nur ein Kilogramm CO2, bei einem Kilogramm Kartoffeln sogar nur 200 Gramm CO2. Mit Nudeln sparen Sie so bei gleicher Menge rund 11 Kilogramm CO2, bei Kartoffeln sogar 15 Kilogramm CO2 ein.

Katzen

Keine Frage: Haustiere haben viele Vorzüge. Sie sorgen für gute Laune, födern das Wohlbefinden und zählen oftmals als richtige Familienmitglieder. Doch wo großzügig das Katzenstreu ausgewechselt wird und fleischhaltiges Futter im Fressnapf landet, verursacht eine Hauskatze mit 2251 Kilogramm CO2 pro Jahr rund ein Fünftel der durchschnittlichen CO2-Emissionen eines Deutschen. Freigang hingegen reduziert den Streubedarf und verbessert so auch die Klimabilanz der Samtpfoten.

 

Zum Vergleich: Autofahren verursacht statistisch gesehen pro Kopf 1440 Kilogramm CO2 pro Jahr in Deutschland.

Deutscher Wein

Die Produktion eines Liters Deutschen Weins erzeugt etwa zwei Kilogramm Kohlenstoffdioxid. Zum Vergleich: Bei der gleichen Menge produzierten Bieres entstehen nur 450 Gramm, bei Apfelsaft sogar nur 300 Gramm CO2.
 

Der Weintrauben-Anbau benötigt sehr viel Land, wenn man das Verhältnis zum Ertrag betrachtet. Aus einem Hektar Land werden nur 400-800 Kilogramm Trauben gewonnen. Zum Vergleich: Auf der gleichen Fläche lassen sich 30 bis 80 Tonnen Getreide produzieren! Zudem verschlingt der Anbau von Wein sehr viel Wasser. Umgerechnet werden für ein Glas Wein etwa 120 Liter Wasser benötigt, das macht 480.000 Liter Wasser pro Tonne produzierten Weins.
 

Die Bewässerung benötigt nicht nur eine Menge Energie, sondern verbreitet wiederum Chemikalien von Pestiziden in die Umwelt. Dazu kommen der Strom- und Gasverbrauch in den Weinbetrieben. Rechnet man all diese Faktoren zusammen, so stellt man fest, dass die Entfernung allein nicht das Maß des CO2-Ausstoßes für eine Flasche Wein ist.