Holt die Kaffeemühlen raus! Sechs Gründe, den Kaffee mit der Hand zu mahlen

Früher war nicht alles besser. Aber von Hand gemahlener Kaffee ist so gut, dass wir uns wundern, warum das nicht längst alle machen
Kaffee-Handmühle

Bohne für Bohne Handarbeit: Das Mahlen mit der Handmühle macht den Kaffeegenuss besonders

1. Von Hand mahlen spart Ressourcen.

Und das gleich in mehrfacher Hinsicht. Denn Hand-Kaffeemühlen wurden schon zu Beginn des letzten Jahrhunderts zu Millionen produziert und lange genutzt – bis die elektrischen Mühlen ihnen in den 1960er-Jahren den Garaus machten. Heute dienen die schmucken Geräte in vielen Wohnzimmern und Fluren als nostalgische Deko. Dabei sind die meisten von ihnen noch voll funktionstüchtig. Einfach abstauben, einstellen, losmahlen. Verbraucht null Ressourcen und null elektrischen Strom. Wer keine auf dem Dachboden herumstehen hat, wird schnell auf Flohmärkten oder im Internet fündig.

2. Einen frischeren, aromatischeren Kaffee gibt es nicht.

Kaffeepulver gibt seine kostbaren Aromen schnell an die Umgebungsluft ab. Darum schwören Kenner auf frisch gemahlenen Kaffee. Aber warum Strom verbrauchen? Zum Mahlen braucht man keinen Elektromotor.

3. Wir können die Kaffeemenge bohnengenau dosieren und den Mahlgrad exakt nach unseren Bedürfnissen einstellen.

In den meisten Mühlen gibt es innen, oberhalb der Schublade für das Mahlgut, eine Stellschraube am Mahlwerk. Damit lässt sich von Schrot bis Pulver problemlos die Feinheit des Mahlguts justieren. Mehr zur Funktionsweise und den Einstellungsmöglichkeiten verschiedener Mühlentypen gibt es hier.

4. Handmühlen sind vollkommen fehlerunanfällig.

Im Gegensatz zu Vollautomaten sind Handmühlen im wahrsten Sinne des Worts leicht zu durchschauen – und brauchen praktisch keine Wartung. Hin und wieder das Mahlwerk und das Schubfach für das Pulver reinigen und fertig. Dazu braucht man keine Bedienungsanleitung, kein Servicetelefon und keinen Kundendienst.

5. Volle Kontrolle über die Herkunft der Bohnen.

Wer Kaffeekapseln kauft, weiß meist nicht, woher der Kaffee stammt. Und was sonst noch drinsteckt. Wer dagegen selbst mahlt, hat die volle Kontrolle über das, was in der Tasse landet. Es soll fair und bio sein? Kein Problem: Die passenden Bohnen gibt es inzwischen in vielen Super- und in allen Bio-Märkten. Auch der Verein GEO schützt den Regenwald bietet übrigens solchen Kaffee an.

6. Es macht Spaß.

Wer sich seinen Kaffee einmal selbst durchgedreht hat, will es immer wieder tun. Denn es gibt keine bessere Art, das Kaffeetrinken zu zelebrieren. Außerdem bekommt man ein Gefühl dafür, wie viel Kraft notwendig ist, um das Pulver für einige Tassen Kaffee zu mahlen: bewusste Zubereitung und lebendiger Genuss statt maximale Automatisierung. Übrigens: Auch für Kinder ist das Mahlen ein großer Spaß. Nun gut - anfangs jedenfalls.

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