1. Natron

Oma kannte es noch, aber es ist ganz schön aus der Mode gekommen: Natron. Dabei ist Natriumhydrogencarbonat (NaHCO3) ein echter Allrounder im Haushalt. Das Pulver dient nicht nur als guter Reiniger, sondern hilft auch beim Kochen und Backen sowie der Körperpflege. Der Hersteller Holste hat beispielsweise zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten aufgelistet. Zum Beispiel lässt sich mit einigen Teelöffeln im warmen Wasser ein wohltuendes Fußbad zaubern, ein Brei aus Wasser und Natron lindert hingegen die Schmerzen von Insektenstichen.

Aus einem halben Liter warmem Wasser, zwei Teelöffeln fein geraspelter Kernseife, zwei Teelöffeln Natronpulver und etwas Zitronensaft ein umwelt- und gesundheitsfreundlicher Haushaltsreiniger herstellen. Einfach die Kernseife im warmen Wasser auflösen, dann das Natronpulver und den Zitronensaft dazugeben! Und ob Mund, Schuhe oder Kühlschrank: Natron bindet unangenehme Gerüche. Noch mehr Anregungen gibt es auch auf smarticular.net. Einfach mal ausprobieren!

2. Soda

Natriumkarbonat (Na2CO3), wie Soda chemisch korrekt heißt, ist der heimliche Alleskönner unter den Hausmitteln. Doch eines vorweg: Soda ist Natron chemisch ähnlich, sollte aber nicht mit ihm verwechselt werden. Eine Soda-Lösung ist nicht trinkbar. Das Pulver staubt leicht und darf, weil es stark alkalisch ist, nicht in Augen oder Lungen geraten.

Seine Anwendungsmöglichkeiten sind ähnlich denen von Natron. Zusammen mit Essig hilft es zum Beispiel einen verstopften Abfluss sauber zu bekommen. Und wir können ein einfaches, aber wirksames Waschmittel daraus zaubern. Außerdem eignet es sich auch als Bleichmittel für weiße Wäsche: Einfach vor dem Waschgang über Nacht in einer Sodalauge einweichen lassen (ein Esslöffel auf fünf Liter Wasser). Oder dem Waschpulver einen Esslöffel Soda beigeben. Mit Wasser angerührt, kann Soda auch hartnäckig eingebrannte Flecken im Backofen lösen. Dazu etwa einen Esslöffel Soda in einem Liter Wasser auflösen, damit die Verkrustungen besprühen, einwirken lassen, nachschrubben. Der Hersteller Heitmann hält zahllose weitere Anwendungstipps parat.

3. Zitronensäure

Das Multitalent im Bad: Zitronensäure ist eine organische Säure, die nicht mit dem Saft von Zitronen verwechselt werden sollte (auch wenn der tatsächlich zu etwa acht Prozent aus Zitronensäure besteht). Die Substanz heißt nur so, weil sie 1784 zum ersten Mal aus dem Saft einer Zitrone chemisch isoliert wurde. Heute wird sie tonnenweise industriell hergestellt und ist erhältlich als Pulver oder als Lösung.

Besonders hilfreich ist Zitronensäure überall, wo wir zu Hause Wasser nutzen: Kalk ist bei einer Konfrontation mit Zitronensäure chancenlos. Gegenüber Essig hat Zitronensäure den Vorteil, dass sie nicht so stechend riecht.

4. Kernseife

Kernseife ist genauso vielseitig verwendbar wie der Name suggeriert. Wir können sie nicht nur für die Körperpflege einsetzen, sondern auch – gemeinsam mit Soda - ein einfaches, aber wirksames Universal-Waschmittel daraus mixen.

Kernseife wird traditionell aus tierischen oder pflanzlichen Fetten hergestellt – vor allem aus Palmöl. Da die Palmölproduktion in Monokulturen nicht besonders nachhaltig ist, stellt sich die Frage nach Alternativen. Das geringere Übel ist auf jeden Fall Palmöl aus biologischem Anbau. Es gibt aber auch Kernseife aus Olivenöl.

5. Essig

Wenn wir „Essig“ hören, verziehen wir innerlich schon den Mund. Dabei ist die saure Substanz, die durch Fermentation alkoholhaltiger Flüssigkeiten entsteht, eines der ältesten Würz- und Konservierungsmittel der Menschheit. Und eines der ältesten Hausmittel. Essig ist (in Form von Apfelessig) nicht nur gut für Haut, Haare und Verdauung. Ein gewöhnlicher Haushaltsessig hilft beim Abfluss-Reinigen, ist wirkungsvoll gegen Kalk und ersetzt sogar einen Weichspüler. Und wir können, Essig, zum Beispiel aus Obst, auch ziemliche einfach selbst herstellen.