Eine Malediven-Insel aus Müll

Mehr als 600.000 Urlauber besuchen jedes Jahr das Inselparadies der Malediven. Und produzieren bei der Anreise nicht nur tonnenweise CO2, sondern während ihres Aufenthaltes auch viel Müll. Wohin damit? Die Regierung des Inselstaates wusste sich nicht anders zu helfen, als daraus eine neue Insel anhäufen zu lassen. Das Anti-Paradies Thilafushi ist mittlerweile auf sieben Kilometer Länge und 200 Meter Breite angeschwollen. Hier gehen PET-Flaschen, Ölfässer, Lackeimer, Elektroschrott und Batterien in Flammen auf, Blei, Cadmium oder Quecksilber werden ausgewaschen und gelangen ins Meer

Müll-Fähren bringen unermüdlich neuen Abfall

Der Müll auf Thilafushi türmt sich so hoch, dass die Insel wohl als einzige den Anstieg des Meeresspiegels überstehen wird. Trotzdem tummeln sich ganz in der Nähe auf den umliegenden Inseln die Touristen in Hotels, die für die Entsorgung ihres Mülls sogar eigene Fähren einsetzen

Spülgut am Ostseestrand

Überreste von Fischernetzen können zu tödlichen Fallen für zahllose Tiere werden. Besonders tückisch: Die Kunsstoffteile zersetzen sich erst nach Hunderten Jahren

Gefährlicher Fracking-Boom

Durch Fracking gelangen in Nordamerika gefährliche Chemikalien und Erdöl in Oberflächengewässer und in das Grundwasser - und zuletzt auch in die Meere. Doch die Regierung von Präsident Trump ignoriert Warnungen von Umweltwissenschaftlern und Hilferufe der Bevölkerung

Müllbeseitigung auf japanisch

Otaru auf der japanischen Nordinsel Hokkaido: Tonnenweise schmutziger Schnee von den Straßen der historischen Hafenstadt wird in das Hafenbecken entsorgt. Und mit ihm Schadstoffe und Plastikmüll

Schmutziger Schnee

Die Müllteilchen werden sich auf eine lange Reise begeben - und womöglich in einem der fünf großen Müllstrudel der Weltmeere wiederfinden