1. Refuse – nichts kaufen

Früher nannte man Leute, die aus Überzeugung nichts kaufen, Konsumverweigerer. Klingt irgendwie negativ. Dabei gibt es kaum etwas Besseres. Es spart Geld und wir belasten uns nicht mir Kram, der irgendwann doch nur rumliegt und dann wieder entsorgt werden muss. Beispiel Plastiktüte: Wenn Sie das nächste Mal an der Kasse gefragt werden: „Tütchen dazu?“, sagen Sie einfach: Nein danke! Wer nichts kauft oder kostenlos mitnimmt, verursacht kein Emissionen, keinen Müll. Und der Müll, der gar nicht erst entsteht, ist mit Abstand der umweltfreundlichste.

2. Reduce – weniger verbrauchen

Statt sich jedes Jahr zehn neue T-Shirts zu kaufen, können Sie ja auch mal versuchen, ob es nicht auch die Hälfte tut. Oder noch weniger. Das hat nicht nur den Vorteil, dass wir mehr Platz im Kleiderschrank haben. Wer weniger kauft, kann sich bessere Qualität leisten. Zum Beispiel Textilien aus biofairer Baumwolle. Das Reduzieren gilt natürlich nicht nur für Klamotten. Wir können eigentlich alles, was Emissionen und Müll verursacht, reduzieren: Flug- und Autokilometer, Verpackungen aller Art, Fleisch- und Milchkonsum, Heizenergie, Papier, Druckertinte ...

3. Reuse – wiederverwenden

Plastiktüten sind dafür ein gutes Beispiel. Wir müssen sie nicht aus unserem Haushalt verbannen. Ökologisch ist es sogar vorteilhaft, sie immer und immer wieder zu verwenden – bis sie nicht mehr benutzbar sind. Dann gehören sie in den gelben Wertstoff-Sack oder die -Tonne. Die Liste der Beispiele ist beliebig verlängerbar: Thermobecher statt Coffee-to-go-Becher oder Mikrofasertuch statt Küchenrolle.

4. Recycle – dem Stoffkreislauf zuführen

Recycling ist eine tolle Sache – aber bitte erst, wenn die vorigen drei Rs nicht (mehr) in Frage kommen. Denn das Recycling schont zwar Rohstoffe und spart die Emissionen, die bei seiner Gewinnung aufgewendet werden müssen. Aber auch das Sortieren, Reinigen und Weiterverarbeiten ist energieaufwändig. Zudem wird nur wenig mehr als die Hälfte des eingesammelten Recycling-Mülls tatsächlich recycelt. Der Rest wird einfach verbrannt.

5. Rot – auf den Kompost damit!

Bio-Abfälle, die sich absolut nicht vermeiden lassen (es sind weniger als Sie denken!), gehören nicht in den Hausmüll, sondern in den Bio-Müll. Oder – noch besser – auf den eigenen Kompost. Hier werden sie zu fruchtbarer Erde. In der wir das gesündeste und umweltfreundlichste Bio-Gemüse der Welt ziehen können.