Kiribati, Pazifik

Für viele Inselstaaten im Pazifik bedeutet der Klimawandel im Wortsinn den Untergang. Kiribati etwa liegt nur wenige Dezimeter über dem Meeresspiegel. Ein weiterer Anstieg wird die Inseln in absehbarer Zeit unbewohnbar machen. Darum hat die Regierung für umgerechnet rund sieben Millionen Euro 2428 Hektar auf der zweitgrößten Insel Fidschis, Viti Levu, gekauft. Zunächst, um sicher Lebensmittel erzeugen zu können. Aber auch als neue Heimat.

Newtok, Kivalina und 10 weitere Dörfer, Vereinigte Staaten (Alaska)

In der Antarktis ist der Temperaturanstieg doppelt so hoch wie im globalen Durchschnitt. Mit dramatischen Folgen. Weil das Meereis schwindet und der Permafrostboden taut, erodieren ganze Küstenregionen. In Alaska sind zwölf Dörfer akut bedroht und prüfen Umsiedlungsoptionen. Landerosion und stärkere Unwetter infolge des Klimawandels gefährden die Dorfbewohner.

Papua-Neuguinea

Die auf Meereshöhe gelegenen Carteretinseln nordöstlich von Bougainville sind durch den Anstieg des Meeresspiegels, Überschwemmungen und Bodenversalzung extrem gefährdet. Im Jahr 2007 entschied die Regierung von Papua-Neuguinea, 6000 Bewohner auf die größere Bougainvilleinsel umzusiedeln, die durch eine autonome Regierung verwaltet wird. Da geeignetes Land, der politische Wille und die Motivation seitens der Bewohner fehlen, liegt die Umsiedlung derzeit auf Eis.

Dadaab, Kenia

30.000 somalische Migranten, die vor Dürre und Hungersnot flüchteten, wurden seit dem Jahr 2012 in Dadaab im Norden Kenias angesiedelt – im größten Flüchtlingslager der Welt, in dem zeitweise mehr als 400.000 Menschen lebten.

Mekongdelta, Vietnam

Im Rahmen des Programms "Living with Floods" (Beginn 1996) sollen 1 Million Menschen umgesiedelt werden, die von den saisonalen Hochwassern und der Ufererosion im Mekongdelta betroffen sind.

Insel Gardi Sugdub, Panama

Meeresspiegelanstieg und Naturkatastrophen erzwangen die Umsiedlung von 40.000 Menschen vom Guna-Yala-Archipel auf das Festland.

Guerrero, Mexiko

Im Jahr 2013, nach dem Hurrikan "Manuel", leitete die Regierung mit dem "Plan Nuevo Guerrero" eine Umsiedlung ein, um Menschen aus Hochrisikogebieten anderswo in sicheren Häusern unterzubringen.

Region Loreto, Peru

Nach den Überschwemmungen des Jahres 2012 in der Region Loreto siedelt die Regierung mit Unterstützung der Internationalen Organisation für Migration (IOM) 1100 Familien um.

Port-au-Prince, Haiti

Um in der Hurrikanperiode nach dem Erdbeben von 2010 Menschenleben zu schützen, siedelte die IOM Menschen, die durch das Erdbeben von Port-au-Prince obdachlos geworden sind, in Gebiete um, die nicht von Hochwasser und Erdrutsch bedroht sind.

Mosambik, Afrika

In der Provinz Gaza verwüsteten schwere Regenfälle 2013 ganze Landstriche. Von einem Angebot der Regierung, auf neue Landparzellen umzuziehen, machten bisher 3500 Familien Gebrauch. Am Ende soll das Programm 130.000 Menschen helfen.