Autoreifen

Auch wenn Sie auf die Ledergarnitur in Ihrem Auto verzichten, muss das noch kein Garant für ein gutes Gewissen sein. Denn viele Gummimischungen von Autoreifen enthalten den Zusatzstoff Stearinsäure, der meist aus tierischen Fetten hergestellt wird. Dies gilt auch für die Gummimischungen von Fahrradreifen. Wer ganz sicher gehen möchte, muss beim jeweiligen Reifenhersteller nachfragen.

Nagellack

Wer gern farbigen, vielleicht sogar glitzernden Nagellack auf seine Nägel aufträgt, der streicht sich sehr wahrscheinlich Fischschuppen auf die Fingernägel. Der Hinweis Guanin auf den kleinen Flaschen deutet auf tierische Bestandteile hin. Guanin ist ein aus Fischschuppen gewonnenes, schimmerndes Pigment.

Tierfreundlicher und vegan hingegen ist Mica (Glimmer). Eine hilfreiche Liste veganer Kosmetika, die sogar ohne den Einsatz von Tierversuchen hergestelt werden, hat PETA zusammengestellt.

LCD-Bildschirme

Auch in technischen Geräten werden oft tierische Bestandteile verarbeitet. Tierisches Cholesterin, das aus den Zellmembranen von Tieren gewonnen wird, nutzen Hersteller in Form von flüssigen Kristallen oft bei der Produktion von LCD-Bildschirmen für Fernseher und Computer, aber auch für die Displays von Smartphones und Kameras.

Klebstoff

Holzleime werden oft auf tierischer Basis mit Glutin oder Kasein hergestellt. Glutin wird durch das Auskochen von Tieren gewonnen, Kasein ist ein Bestandteil von Kuhmilch.

Auch Etiketten auf Flaschen oder Gläsern sind in den meisten Fällen nicht vegan. Diese werden oft mit einem kaseinhaltigem Kleber an die Produkte geklebt. Aufschluss darüber, ob kaseinhaltiger Kleber bei der Getränkeproduktion verwendet wurde, können die Hersteller geben. Einige Getränkeproduzenten haben hierzu auf Ihren Webseiten bereits Stellung genommen.

Zigarettenfilter

Hersteller von Zigarettenfiltern verwenden für deren Herstellung in manchen Fällen Hämoglobin. Der Eiweißstoff wird aus Schweineblut gewonnen und dient dazu, Schadstoffe aus dem Tabakrauch zu filtern.

PETA hat im veganen Einkaufsguide dazu extra eine Liste veganer Zigarettenmarken zusammengestellt.

Fotoabzüge

Die analoge Fotografie ist momentan wieder im Trend. Für die Abzüge analog entwickelter Fotos wird allerdings tierische Gelantine als Schicht auf Negativen und Fotopapieren benutzt. Aufschluss über die genaue Zusammensetzung des Fotopapiers kann hier der jeweilige Hersteller geben.

Seide

Nicht nur Lederjacken und Wollpullover, sondern auch Seide besteht aus tierischen Inhaltsstoffen. Denn Seide ist eine tierische Faser aus den Raupenkokons des Seidenspinners (Bombyx mori). Um an die feine Kokonfaser zu gelangen, werden die Kokons der Seidenspinnerraupen in kochendes Wasser geworfen. Für ein Seidenkleid werden laut PETA etwa 50.000 Seidenraupen getötet.

Vegane Alternativen zu tierischer Seide sind Lyocell (aus Eukalyptus), Sabra-Seide (aus Agaven) oder Sojaseide aus Soja-Fasern.

Putzmittel

In den meisten Reinigungsmitteln, aber auch in Waschpulver und Kosmetikartikeln, sind Tenside als Schmutzlöser enthalten. Diese bewirken, dass zwei nicht mischbare Flüssigkeiten vermengt werden können - praktisch für die Reinigung. Tenside können tierischen Ursprungs sein, wenn sie aus tierischen Fetten gewonnen werden.

Aber auch Tenside aus nicht tierischen Fetten können nicht bedenkenlos verwendet werden, da diese dann auf Erdöl- oder Palmölbasis hergestellt werden. Beides sind zwar keine wirklich umweltfreundlichen Alternativen, aber zumindest sind hier keine tierischen Bestandteile verarbeitet worden.

Zahnpasta

Auch Zahnpasta enthält nicht selten tierische Bestandteile. Denn neben Bienenwachs und –pollen sind in vielen Zahnpastasorten auch tierische Fette (Glycerin) und tierisches Knochenmehl enthalten, das als schleifende Substanz in der Zahncreme verwendet wird.

Wer ganz sicher gehen möchte, sollte auf als vegan gekennzeichnete Zahnpasta zurückgreifen. Einige Hersteller haben vegane Zahncreme in ihrem Sortiment.

Kondome

Wer noch genauer hinschaut, sollte auch bei Kondomen wählerisch sein. Denn viele Kondome gelten als nicht vegan, da bei der Kondomherstellung das Milchprotein Kasein zur Verarbeitung des rohen Kautschuks zum Einsatz kommt. Im Kondom selbst sind zwar keine Kaseinrückstände mehr enthalten, durch den Einsatz von Kasein während der Herstellung gelten Kondome jedoch als nicht vegan.

Es gibt spezielle Hersteller, die extra vegane Kondome anbieten. PETA hat eine Liste veganer Kondom-Marken veröffentlicht. Ein weiteres Produkt, bei dessen Herstellung tierische Bestandteile zum Einsatz kommen, ist beispielsweise auch der Wein. In unserer Fotostrecke zu veganen Lebensmiteln verraten wir Ihnen, warum.