Fruchtgummi

Schreckten schon vor Jahren die Vegan-Gemeinde auf: Gummibärchen. Die enthaltene Gelatine sorgt für die namengebende, gummiartige Konsistenz - und stammt meist aus Schweine- oder Rinderknochen. Es gibt heute aber auch tierfreie Fruchtgummis

Brot und Backwaren

Weniger bekannt ist, dass auch in industriellen Backwaren Tierbestandteile "eingebacken" sind. Nämlich in Form von L-Cystein, das aus Schweineborsten oder Federn gewonnen wird. Die Aminosäure soll den Teig für die Verarbeitung geschmeidiger machen. Dass es auch ohne geht, zeigen Bio-Bäckereien. Denn nach der Bio-Verordnung ist L-Cystein tabu

Wein

Traditionell wird in der Weinherstellung Gelatine verwendet, um den Rebsaft zu klären. Es gibt inzwischen aber alternative, vegane Verfahren. Solche Weine sind dann mit dem grünen V-Label der Europäischen Vegetarier-Union (EVU) gekennzeichnet. Der Vegetarierbund informiert ausführlich über vegane und nicht-vegane Getränke

Bier

Auch Bier wird mit Gelatine geklärt. Und kann damit streng genommen nicht als veganes Lebensmittel gelten. Vegane Biere sind als solche gekennzeichnet. Im Zweifel hilft nur die Nachfrage bei der Brauerei

Bananen

Kaum zu glauben, aber auch Bananen sind nicht immer vegan. Viele von ihnen werden nämlich mit Chitosan behandelt, einem Insektizid, das hauptsächlich aus den Panzern von Garnelen gewonnen wird. Wer auf Nummer sicher gehen will, kauft also Bio-Bananen. Damit vermeidet man auch andere, synthetische Pestizide

Fruchtsaft

Viele Fruchtsäfte enthalten Gelatine. Die wird - wie bei Wein und Bier - entweder im Herstellungsprozess zur Klärung eingesetzt, oder sie dient als Trägerstoff für Vitamine. Nach einer Untersuchung von Foodwatch wurde jeder dritte Apfelsaft mithilfte tierischer Gelatine hergestellt. Doch laut der Verbraucherorganisation nutzen einige Hersteller inzwischen alternative, tierfreie Verfahren. Dazu gehören mechanische "Ultrafiltration" oder pflanzliche Gelatine

Honig

Manche Veganer achten auch darauf, dass ihre Nahrung keine Rohstoffe enthält, die von Insekten gewonnen wurden. Die Honig-Gewinnung etwa empfinden sie als Ausbeutung der Bienen

Nudeln

Die meisten italienischen Nudeln enthalten nur Hartweizengrieß. Dennoch ist am Ladenregal Vorsicht geboten: Einige Teigwaren können auch Hühnereier enthalten. Hier hilft ein Blick auf die Zutatenliste

Chips

Sie stehen ohnehin nicht in dem Ruf, besonders gesund zu sein. Und vegan sind viele von ihnen auch nicht. Chips können ihr würziges Aroma aus tierischen Bestandteilen beziehen

Müsliriegel

Auch Müsliriegel können Gelatine enthalten. Sie dient dazu, die Zerealien zusammenzuhalten. Alternativen zeigt der Vegetarierbund auf.

Nicht nur in Lebensmitteln, auch in anderen Produkten können sich tierische Inhaltsstoffe verstecken. Wir zeigen Ihnen in dieser Bilderstrecke, in welchen Produkten tierische Bestandteile enthalten sind.