Zur Katastrophe werden Naturereignisse erst, wenn Menschen betroffen sind, etwa weil sie in gefährdete Gebiete vordringen. In den Alpen versuchen sich die Bewohner seit jeher gegen die Gefahren von Lawinen zu schützen. Am italienischen Sellapass sollen Hangverbauungen verhindern, dass Skipisten verschüttet werden.

Wenn die Erde sich aufheizt, steigt auch das Risiko extremer Wetterlagen, vor denen wir Schutz brauchen - etwa durch Bauwerke wie den gerade renovierten Folkestone Pier südöstlich von London, der Strand und Hafen vor der stürmischen Nordsee schützt. 

Kematen, Österreich: Die Bahnstrecke Innsbruck-Garmisch muss vor Steinschlag geschützt werden.

Sogenannte Buhnen verhindern in Lønstrup, Dänemark, die fortschreitende Küstenerosion am Skagerrak. Die dicke, grüne Schicht auf den Dünen ist ein erfolgversprechendes Zeichen für die Abstinenz von Erosion. Doch: Etwas südlicher fiel die Kirche der Gemeinde Mårup bereits dem Landabruch zum Opfer

In großer Höhenlage taut der Permafrost. Die Folge: Felsstürze und Böschungsrutschungen. Neben den Straßen und Bahngleisen sind deshalb Auffangnetze in Österreich keine Seltenheit.

Die Thames Barrier im Londoner Stadtteil Woolwich gehört zu den weltweit größten Sturmflutsperrwerken. Der 520 Meter lange Bau soll die britische Hauptstadt vor hohen Fluten der Nordsee schützen.

Manch malerische Landschaft entsteht erst durch den Eingriff des Menschen. Wie der Lac de Migouélou, ein Stausee den Pyrenäen. "In den Bergseen glitzert nur deshalb das Sonnenlicht, weil der See aufgestaut wird", sagt Schulze.

De Deltawerke gehören zu den modernen Weltwundern. Das gigantische Schutzsystem besteht aus neun Dämmen und vier Schleusen, die von 1958 bis 1997 gebaut wurden. Das größte Bauwerk ist das Oosterschelde Sturmflutwehr.

Seit dem Bau des Maesland-Sperrwerks ist das weiter landeinwärts gelegene Ijsel-Sperrwerk theoretisch überflüssig geworden. Es wird dennoch instandgehalten und mehrmals jährlich geschlossen um eine hohe Trinkwassersicherheit in Südholland garantieren zu können.

GEO.de Newsletter