Neuseeland Avocados auch bei Dieben immer beliebter

Die Frucht gilt als Superfood, weltweit steigt die Nachfrage. Darum müssen Bauern in Neuseeland nun investieren: in Alarmanlagen
Frisch gepflückte Avocados

Was ist da los?

Die Avocado boomt. Wegen ihrer Ölsäure und ihres hohen Vitamin- und Kaliumgehalts gilt sie als „Superfood“; der weltweite Pro-Kopf-Verbrauch hat sich seit Beginn der 1990er Jahre fast verdoppelt. Erzeugerländer wie Neuseeland oder Mexiko kommen nicht mehr mit der Produktion hinterher.

Und deshalb klauen manche Neuseeländer jetzt Avocados?

Genau. Zwischen Januar und Juni dieses Jahres zählte die Polizei auf der Nordinsel Neuseelands rund 40 groß angelegte Diebstähle mit jeweils bis zu 350 gestohlenen Früchten. Häufig brechen die Diebe dabei nachts in die Plantagen ein und pflücken die Avocados direkt von den Pflanzen.

Wo landen diese Avocados?

Wohl auf Märkten und Imbissen in Neuseeland selbst. Dort ist die Nachfrage ebenfalls gestiegen. Der Stückpreis von Avocados kann umgerechnet bis zu vier Euro erreichen.

Wie groß ist der ökonomische Schaden für die Bauern?

Groß genug immerhin, dass viele von ihnen mittlerweile automatische Licht- und Alarmsysteme installiert haben. Aber auch für die Verbraucher ist die Sache recht unappetitlich.

Warum?

Die gestohlenen Früchte sind oft noch gar nicht reif. Wenn sie kurz vor dem Diebstahl außerdem mit Pestiziden besprüht wurden, kleben die Gifte noch auf der Avocadohaut.

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