1. Fahrrad benutzen

Radfahren ist gesund, sauber, geräuscharm und Platz sparend. Außerdem ist es im Vergleich zum Auto günstig: Schon zum Preis von einem Satz Winterreifen ist ein gebrauchtes Fahrrad mit Siebengang-Schaltung zu haben. Wenn wir noch einmal dasselbe drauflegen, sind auch noch die passende Regenkleidung und ein Satz Fahrrad-Winterreifen mit Spikes drin.

2. Weniger arbeiten

Wer viel arbeitet hat – meist – auch viel Geld, das er oder sie ausgeben kann. Zum Beispiel für einen Wochenendtrip nach Kapstadt. Oder einen Zweit-SUV. Im Schnitt leben also Menschen, die ein hohes Gehalt beziehen, klimaschädlicher als Geringverdiener. Wer es sich finanziell leisten kann (z.B. Doppelverdiener), kürzt also seine Arbeitszeit, lebt entspannt und entschleunigt – und tut auch noch dem Klima einen Gefallen.

3. Nicht mehr heizen als nötig

Niemand soll in der eigenen Wohnung frieren. Aber nicht jeder Raum in der Wohnung oder im Haus muss bullig warm sein. Im Schlafzimmer reichen in der Regel 16 Grad Celsius, im Wohnzimmer 20. Über den Daumen gepeilt, gilt: Wenn Sie in einem Raum die Temperatur von 24 auf 20 Grad herunterregeln, können Sie dabei rund ein Fünftel der Heizkosten einsparen – und die entsprechenden Emissionen. Übrigens: Bei den meisten Thermostaten bedeutet die Ziffer 3 eine Temperatur von rund 20 Grad Celsius. Die 2 steht für 16-18 Grad.

4. Joggen statt Heliskiing

Wer sich fit halten und das Klima schonen will, sollte wandern oder joggen. Denn diese Fortbewegungsarten brauchen wenig Ressourcen – außer etwa das richtige Schuhwerk. Voraussetzung ist natürlich, dass wir zum Laufen nicht mit dem Auto in den Wald fahren. Oder zum Wandern um die halbe Welt jetten. Heliskiing in Neuseeland oder Indoor-Wedeln in Dubai sind dagegen – schon wegen der Anreise mit dem Flieger - echte CO2-Bomben. Und auch Golfen ist, um nur ein Beispiel zu nennen, wegen seines Flächenverbrauchs nicht besonders umweltfreundlich.

5. Nicht bauen

Viele träumen vom Eigenheim im Grünen. Aus Klimasicht ist es allerdings besser, in einer Stadtwohnung zu leben. Denn frei stehende (Neubau-)Häuser haben einen höheren Ressourcenverbrauch als Altbauwohnungen und wegen der größeren Fläche (je nach Dämmstandard) auch einen höheren Verbrauch von Heizenergie. Und sie machen es oft nötig, weite Strecken zur Arbeit zurückzulegen – gerne mit dem eigenen Auto.  Wer bauen will, sollte also klein bauen – möglichst nach Passivhaus- oder Plusenergiehaus-Standard. Und am besten mit dem klimafreundlichen Baustoff Holz.

6. Kein Fleisch essen

Allein durch unsere Ernährung verursachen wir pro Kopf und Jahr mehr als 1,7 Tonnen CO2e. Verantwortlich dafür sind vor allem tierische Produkte. Während die Herstellung eines Kilogramms Rindfleisch – je nach Haltung, Futter, Transporten und Verarbeitung – bis zu 28 Kilogramm CO2e freisetzt, sind es bei Butter rund 24 Kilogramm. Zum Vergleich: Schweinefleisch ist pro Kilogramm für etwas mehr als drei Kilogramm CO2e verantwortlich. Kartoffeln sind dagegen echte Klimaschützer: Sie sorgen nur für 0,2 Kilogramm Emissionen. Ein Grund für die verheerende Klimabilanz von Rindfleisch und Milchprodukten ist die Verdauung der Kühe. Während sie friedlich wiederkäuen, pupsen die Tiere große Mengen Methan. Klingt ulkig, ist es aber nicht, denn das Gas wirkt 25 mal klimaschädlicher als CO2.

7. Kein Essen wegwerfen

Die Produktion von Lebensmitteln verschlingt nicht nur Ressourcen wie Boden, Wasser, Dünger und meist auch noch Pestizide. Landwirtschaftliche Maschinen, Transport und Lagerung benötigen weitere Energie. Auch die werfen wir weg, wenn wir Lebensmittel wegwerfen. In einem Pfund Butter stecken beispielsweise rund sechs Kilogramm klimaschädliche Gase. Kluges Haushalten schont also Geldbeutel und Klima.

8. Zu einer Nachhaltigkeitsbank wechseln

Ob Giro-, Tagesgeldkonto oder Festzinsanlage: Auch das Geld, das wir nicht direkt ausgeben, hat Effekte auf unsere persönliche Klimabilanz. Nachhaltigkeitsbanken sorgen dafür, dass es zumindest nicht in Geschäfte mit Kohle, Öl oder Gas oder in Atomenergie investiert wird.

9. Auf Ökostrom umsteigen

Je nach Region ist Grünstrom kaum teurer als „grauer“ Strom mit Kohle- und Atom-Anteil. Dafür kann ein durchschnittlicher Drei-Personen-Haushalt mit regenerativen Energien jedes Jahr bis zu 800 Kilogramm CO2 einsparen. Mit Energie von einem reinen Ökostrom-Anbieter tragen Sie außerdem dazu bei, dass Anlagen für regenerative Energien neu gebaut werden. Der Strom, der bei Ihnen aus der Steckdose kommt, ist natürlich weiterhin ein Mix, der vom Umspannwerk kommt – aber eben einer, der um Ihren Anteil grüner geworden ist. Informationen und Anbieter finden Sie auf der Seite gruenerstromlabel.de.

10. Verschmutzungsrechte des EU-Emissionshandels kaufen

Ein ziemlich ungewöhnlicher Weg, das Klima zu schonen: Jeder kann sich am Emissionshandel der EU beteiligen und Zertifikate kaufen. Aber nicht, um für den Gegenwert Klimagase in die Atmosphäre zu blasen – sondern, um sie löschen zu lassen. Zum Beispiel über die Website TheCompensators.org.