1. Weniger arbeiten

Wer viel arbeitet hat – meist – auch viel Geld, das er oder sie ausgeben kann. Zum Beispiel für einen Wochenendtrip nach Kapstadt. Oder einen Zweit-SUV. Im Schnitt leben also Menschen, die ein hohes Gehalt beziehen, klimaschädlicher als Geringverdiener. Wer es sich finanziell leisten kann (z.B. Doppelverdiener), kürzt also seine Arbeitszeit, lebt entspannt und entschleunigt – und tut auch noch dem Klima einen Gefallen.

2. Joggen statt Heliskiing

Wer sich fit halten und das Klima schonen will, sollte wandern oder joggen. Denn diese Fortbewegungsarten brauchen wenig Ressourcen – außer etwa das richtige Schuhwerk. Voraussetzung ist natürlich, dass wir zum Laufen nicht mit dem Auto in den Wald fahren. Oder zum Wandern um die halbe Welt jetten. Heliskiing in Neuseeland oder Indoor-Wedeln in Dubai sind dagegen – schon wegen der Anreise mit dem Flieger - echte CO2-Bomben. Und auch Golfen ist, um nur ein Beispiel zu nennen, wegen seines Flächenverbrauchs nicht besonders umweltfreundlich.

3. Zu einer Nachhaltigkeitsbank wechseln

Ob Giro-, Tagesgeldkonto oder Festzinsanlage: Auch das Geld, das wir nicht direkt ausgeben, hat Effekte auf unsere persönliche Klimabilanz. Nachhaltigkeitsbanken sorgen dafür, dass es zumindest nicht in Geschäfte mit Kohle, Öl oder Gas oder in Atomenergie investiert wird.

4. Kein Essen wegwerfen

Die Produktion von Lebensmitteln verschlingt nicht nur Ressourcen wie Boden, Wasser, Dünger und meist auch noch Pestizide. Landwirtschaftliche Maschinen, Transport und Lagerung benötigen weitere Energie. Auch die werfen wir weg, wenn wir Lebensmittel wegwerfen. In einem Pfund Butter stecken beispielsweise rund sechs Kilogramm klimaschädliche Gase. Kluges Haushalten schont also Geldbeutel und Klima.

5. Verschmutzungsrechte des EU-Emissionshandels kaufen

Ein ziemlich ungewöhnlicher Weg, das Klima zu schonen: Jeder kann sich am Emissionshandel der EU beteiligen und Zertifikate kaufen. Aber nicht, um für den Gegenwert Klimagase in die Atmosphäre zu blasen – sondern, um sie löschen zu lassen. Zum Beispiel über die Website TheCompensators.org.

6. Hochzeit und Honeymoon in der Region

Auch wenn das Heiraten ein bisschen aus der Mode gekommen ist: Es gibt noch Paare, die mit kirchlichen Weihen und/oder Standesamt und vielen Gästen feiern. In den USA lassen sich Paare das durchschnittlich umgerechnet 30.000 Euro kosten – die Hochzeitsreise nicht eingerechnet. Auf der Seite der Gäste kommen noch einmal Hunderte Euro hinzu – unter anderem wegen langer Anfahrten zu ausgefallenen Locations. Aus Klimasicht wäre es besser, klein, aber fein zu feiern. Und dort, wo möglichst viele der Gäste bequem mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen können. Auch die Hochzeitsreise muss kein CO2-Feuerwerk sein, um ein unvergessliches Erlebnis zu werden.

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