Kapsel-Maschinen

So schnell, hip und fortschrittlich die Kaffee-Kapsel-Maschinen auch daherkommen mögen: Man sollte sich klarmachen, wie viel Abfall entsteht, wenn pro Tasse Kaffee eine Alukapsel verbraucht wird. Weg mit dieser Maschine und back to the roots. Wie wäre es stattdessen mit türkischem Mokka oder dem klassisch aufgebrühten Kaffee? Das ist selbst mit Bio-Kaffee günstiger als mit Kapseln.

"Super Food"

Sowohl "Super-Food" aus der Werbung als auch Nahrungsergänzungsmittel sollten schnell von Ihrer Einkaufsliste verschwinden. Stattdessen ausgewogen und abwechslungsreich einkaufen. Das tut der Umwelt und dem Körper gut. Weitere Zusätze und Ergänzungsmittel sind da gar nicht mehr nötig. Und vor allem: zu regionalen und saisonalen Lebensmitteln greifen!

Glühlampen

In vielen Haushalten ist sie noch zu finden: die "gute", alte Glühlampe. Diejenige auf dem Foto brennt übrigens schon seit 1901 und hat es in das "Guiness Buch der Rekorde" geschafft - sie ist die langlebigste Glühlampe der Welt. Doch für alle anderen Glühlampen gilt: Weg damit! Aufgrund ihrer schlechten Energieeffizienzklassen (D,E,F,G) gelten schon seit 2009, basierend auf der Ökodesign-Richtlinie, stufenweise Herstellungs- und Vertriebsverbote. Auch von der klassischen Energiesparlampe (Leutstofflampe) raten wir ab. enthält unter anderem giftiges Quecksilber. Besser sind LED-Leuchten . Die sind zwar noch etwas teurer als Energiesparlampen, haben aber auch eine deutlich längere Lebensdauer. Wie Stiftung Warentest zeigt, haben sie eine Lebensdauer von bis zu 20.000 Stunden. Energiesparlampen hingegen sind schon nach 600 bis 700 Stunden nicht mehr richtig hell.

Alufolie

Wozu wird Alufolie eigentlich genutzt? Hauptsächlich zum Verpacken von Lebensmitteln. Doch die Herstellung von Alufolie ist enorm energieaufwendig. Für die Herstellung von einer Tonne Aluminium werden im Schnitt rund 15 Megawatt-Stunden Strom benötigt - so viel, wie ein Zwei-Personen-Haushalt in fünf Jahren verbraucht. Vollkommen unnötig also, denn wozu gibt es Brotbüchsen? Hier kann man auch auf Plastik verzichten und auf Edelstahldosen zurückgreifen, die später recycelt werden. Die sind nicht nur wiederverwendbar, sondern schützen das Essen auch besser.

Chemische Reiniger

In vielen Haushalten gibt es ein ganzes Sammelsurium an chemisch-synthetischen Reinigern für alle möglichen Zwecke. Zum Schrubben und Säubern sind aber gar keine künstlichen Chemikalien notwendig: Zitronensaft und Essigessenz sind wahre Putz-Allrounder. Plus: Es entstehen keine künstlichen oder sogar schädlichen Gerüche, sondern alles riecht natürlich frisch. Auch chlorhaltige Bleichmittel sollten schleunigst das Weite suchen. Ist die weiße Wäsche ergraut, einfach ein Päckchen Backpulver zur Wäsche geben und Weißes erstrahlt wieder.

Unnötige Geräte

Verzichten Sie auf Brotschneidemaschinen und andere (Elektro-)Geräte! Sie verschwenden Energie und helfen höchstens ein paar Sekunden zu sparen. Also zurück zum einfachen (scharfen!) Brotmesser! Außerdem werden viele Gerätschaften nur selten genutzt. Laubbläser, Rasentrimmer, Hochdruckreiniger und und und ... All diese Schuppen-Geister kann man sich bei Bedarf leihen oder gemeinsam mit den Nachbarn teilen.

Mineralwasser

Wasser in Plastikflaschen braucht man sich gar nicht erst im Supermarkt zu kaufen. In Deutschland ist Leitungswasser bedenkenlos trinkbar. Qualitativ sind einige Leitungswasser sogar hochwertiger als Mineralwasser. Damit wird nicht nur Geld gespart, sondern auch Unmengen an Plastikmüll.

Plus: Kein Kästen-Schleppen mehr.

Konventionelle Stromanbieter

Besser zu Ökostrom wechseln oder Strom selber machen. Der Wechsel des Stromanbieters ist unkompliziert, günstig und schnell, also gibt es keinen Grund, das vor sich her zu schieben. Selbst Strom produzieren, wie beispielsweise mit einer Photovoltaikanlage, ist natürlich noch besser und macht auch Spaß. Dafür muss natürlich ein gewisses Grundkapital zur Verfügung stehen. Einen Photovoltaik-Rechner gibt es hier.

Alter Kühlschrank

In vielen Haushalten befinden sich immer noch Kühlschränke, die zehn oder zwanzig Jahre auf dem Buckel haben. Schlicht und ergreifend, weil sie noch voll funktionstüchtig sind. Trotzdem: Sie sind wahre Stromschlucker. Raus damit, fachgerecht entsorgen, z.B. im Recycling-Hof, und einen neuen anschaffen. Am besten mit der höchsten Energieeffizienzklasse A+++. Diese Geräte verbrauchen 60 Prozent weniger Strom, als die der Klasse A. Wie sich die Energieeffizienzklasse in den letzten Jahren verbessert hat, zeigen Vergleiche der Ergebnisse von Stiftung Warentest: 1992 lagen die Stromkosten einer Kühl-Gefrier-Kombination bei 133 Euro. 2009 waren es nur noch 51 Euro.

Giftiges Spielzeug

Viele Spielzeuge sind besonders für Kleinkinder eine große Gefahr. Nicht nur, dass Einzelteile verschluckt werden können, auch die Materialen sind teilweise giftig. 2010 waren 42 von 50 Spielzeugen, die Stiftung Warentest prüfte, mit Schadstoffen belastet. Dass Holzspielzeuge ungefährlich seien, ist ein Irrglaube. Auch sie schnitten beim Test teilweise schlecht ab

wegen der künstlichen Farben und Lacke auf ihren Oberflächen. Solche Produkte haben im Kinderzimmer nichts zu suchen. Wer seine Kinder schützen will, kann bei Stiftung Ökotest eine Liste getesteter Spielzeuge finden. Mehr Wissenswertes zum Thema "Grünes Spielzeug" gibt es

hier.