Tagebuch: Expedition ans Ende der Welt

In der Antarktis suchen Wissenschaftler nach Spuren vergangener geologischer Zeitalter und nach den Grenzen des Lebens. GEO-Redakteur Lars Abromeit und der US-Fotograf George Steinmetz begleiteten sie und führten für GEO.de ein Online-Tagebuch

Sechs Wochen verbrachte GEO-Redakteur Lars Abromeit im ewigen Eis der Antarktis. Zusammen mit dem Fotografen George Steinmetz begleitete er ein amerikanisches Forschungsteam in die Dry Valleys, eine Wüste aus schwarzem Staub und blank geschliffenem Gestein mitten im Eis, in der weniger Niederschlag fällt als in der Sahara und die Temperatur im Winter nicht selten unter minus 50 Grad Celsius sinkt. Hier hoffen Forscher, nähere Hinweise darauf zu finden, wie das Leben auf der Erde entstanden ist - und wie es sich vielleicht auf fremden Planeten entwickeln könnte.

2328704c1140b937d01112c268f28ebe

GEO-Redakteur Lars Abromeit

Für GEO.de führte Lars Abromeit Tagebuch über seine Expedition ans Ende der Welt. Neben seinen Tagebuch-Einträgen finden Sie hier auch Videosequenzen und Audio-Mitschnitte.

Tagebucheinträge

Vor der Kälte - 19. Oktober
Vor der Kälte - 19. Oktober
Bevor GEO-Redakteur Lars Abromeit in die Antarktis aufbricht, muss er sich intensiv auf die Kälte vorbereiten und fühlt sich unter der Schutzkleidung ein bisschen wie "Darth Vader" aus den Star-Wars-Filmen
Legoland - 22. Oktober
Legoland - 22. Oktober
Lars Abromeit ist in der Antarktis angekommen. In der Südpol-Station McMurdo, die die Amerikaner "Legoland" nennen, leben im antarktischen Sommer fast 1200 Menschen. Ein Stück Amerika mitten im weißen Vakuum
McMurdo Station - 30. Oktober
McMurdo Station - 30. Oktober
Bevor es in die "Dry Valleys" geht, lernen die Teilnehmer der Expedition, wie man sich im Eis richtig verhält. Außerdem hat GEO-Redakteur Lars Abromeit Weddell-Robben gefilmt und ein Interview mit dem Robbenforscher Robert Garrott aufgezeichnet
Olympus Range - 6. November
Olympus Range - 6. November
Lars Abromeit ist in den "Dry Valleys" angekommen. Auf 1600 Metern Höhe, im "Olympus Range", wollen die Forscher der Frage nachgehen, wann genau der antarktische Kontinent in Kälte erstarrte
Lake Hoare - 10. November
Lake Hoare - 10. November
Nach einer Woche in der Olympus Range kehrt Lars Abromeit zurück in die Gegenwart. Am Lake Hoare trifft er die Glaziologen Thomas Nylen und Martyn Tranter und erlebt den Charme einer Almhütte
Lake Bonney Camp - 18. November
Lake Bonney Camp - 18. November
Am Taylor-Gletscher vermuten die Forscher ein Wasser-Reservoir, das seit fünf Millionen Jahren vom Licht abgeschottet ist und dennoch Mikroorganismen beherbergt
Mt. Erebus/Christchurch - 7. Dezember
Mt. Erebus/Christchurch - 7. Dezember
Die Zeit in der Antarktis geht für Lars Abromeit zu Ende. Auf dem Rückweg in den neuseeländischen Sommer erzählt er von den letzten Tagen im Eis

Der Blick aus dem kleinen Büro im Hauptlabor von McMurdo. Auf der anderen Seite der eisbedeckten Bucht, irgendwo zwischen den Gipfeln der transantarktischen Bergkette am Horizont, liegt der Eingang zu den Dry Valleys. Die feinen Kristalle in der Luft lassen das Gebirge ganz nah erscheinen. Aber Trugbilder sind häufig in der Schneewüste. Das Ziel ist noch weit entfernt.

Vom nahe gelegenen Observation Hill aus hat Lars Abromeit die Antarktis-Station McMurdo um ein Uhr in der Nacht aufgenommen. Weiter darf er sich ohne Überlebenstraining, förmliche Anträge und Begleiter nicht entfernen: Ein 360-Grad-Panorama

Links

9f3a83541a08b2f7ca18a04d6764ee93

Das amerikanische Langzeitforschungsprojekt

in den Dry Valleys, das Lars Abromeit und Georg Steinmetz besuchen: http://huey.colorado.edu/LTER/

Virtuelle Rundflüge durch die Dry Valleys: www.glaciers.pdx.edu/McMurdoVT

GEO.de Newsletter