Geowissenschaften: Die Krone der Erde verrutscht

Weil das irdische Magnetfeld wandert, bewegt sich auch der Kranz der Aurora borealis

Schon 2060 soll das Nordlicht über Kanada ausgehen: Wissenschaftler nehmen an, dass der schillernde Ring von der wandernden Magnetosphäre nach Sibirien und Europa abgezogen wird. Selbst über Großbritannien wird das Leuchtspektakel dann regelmäßig zu sehen sein.

Das in den Weltraum reichende Magnetfeld, das durch flüssiges Eisen im Innern der rotierenden Erde entsteht, fängt geladene solare Teilchen ein, die im Kontakt mit Sauerstoff und Stickstoff bunt erglühen. Zu den häufigsten Farben zählt Gelb: Es resultiert aus dem Zusammenstoß der Partikel mit Sauerstoff in einer Höhe zwischen 90 und 150 Kilometer. Fünf brandneue Satelliten aus dem Themis-Programm der Nasa sollen den Wechsel zwischen grünlicher und mehrfarbiger Aurora borealis untersuchen. Für das Bild aus dem Buch "Das All!" hat der Fotokünstler Michael Soluri vier Satellitenaufnahmen von Erde und Nordlicht zu einer Collage zusammengefügt.

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GEO Nr. 05/97
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