Der "wilde Rabe" geht an ...

Gemeinsam mit der Deutschen Wildtierstiftung hat GEO am 28. Oktober 2007 erstmals den Journalistenpreis "Der wilde Rabe" verliehen. Gesucht wurden Beiträge, die in hervorragender Weise dabei helfen, die Leserschaft für einheimische Wildtiere und die Artenvielfalt vor unserer Haustür zu interessieren

Das ist Carsten Jasner mit seiner Reportage über Seeadler besonders gut gelungen. Für seinen Beitrag "Das Wunder von Barsbek", der im Greenpeace Magazin erschienen ist, hat er nicht nur die gefährdeten Greifvögel, sondern auch ihre Beschützer genau beobachtet. Miterzählerischem Talent, Humor und Sachkenntnis würdigt er den Einsatz der ehrenamtlichen Helfer für Deutschlands größten Greifvogel und zeigt, dass sich Naturschutz lohnen kann. Immerhin brüten in Deutschland mittlerweile wieder 550 Seeadlerpaare - damit hat sich ihre Zahl innerhalb der letzten dreißig Jahre mehr als vervierfacht.

"Wir haben mehr als einhundert faszinierende Artikel aus Tageszeitungen, Magazinen und Internet erhalten", freut sich Birgit Radow, Geschäftsführerin der Deutschen Wildtierstiftung und Jurymitglied. Um den unterschiedlichen Typen von Texten gerecht zu werden, habe sich die fünfköpfige Jury dafür entschieden, noch einen Sonderpreis zu stiften. Diese Auszeichnung erhielt Tobias Böckermann für seinen Beitrag "Kampf um jedes Küken", der in der Neuen Osnabrücker Zeitung veröffentlicht wurde. Darin beschreibt der Preisträger die Bemühungen von Naturschützern, einen der seltensten Brutvogel Mitteleuropas, den südlichen Goldregenpfeifer, vor dem Aussterben zu bewahren.

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Strahlende Gesichter im Heinz-Hilpert-Theater in Lünen: Carsten Jasner, Preisträger "Der wilde Rabe"; Tobias Böckermann, Träger des Sonderpreises; Birgit Radow, Geschäftsführerin Deutsche Wildtier Stiftung; Martin Meister, Geschäftsführender Redakteur GEO

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Er bescherte 800 Zuhörern unterhaltsame Leseminuten aus Carsten Jasners Text: Peter Zschorsch, Schauspieler am Kellertheater Hamburg - und Referatsleiter in der G+J-Dokumentation

"Die Einsendungen haben gezeigt, dass es überraschend vielen Journalisten gelingt, in deutschsprachigen Medien Berichte aus der heimischen Tierwelt unterzubringen. Und zwar nicht nur über Prominente wie Wolf, Bär oder Luchs, sondern auch über den Aal, die Kornweihe oder Wildbienen", sagt Martin Meister, Geschäftsführender Redakteur Wissenschaft bei GEO. Carsten Jasner erhielt den mit 5000 Euro dotierten Hauptpreis, Tobias Böckermann den Sonderpreis von 1000 Euro.

Den passenden Rahmen für die Feierlichkeiten bot das Internationale Naturfoto-Festival in Lünen, das jedes Jahr von der Gesellschaft Deutscher Tierfotografen (GDT) ausgerichtet wird. Besondere Highlights waren hier die Präsentationen zweier GEO-Fotografen. Der Amerikaner Jim Brandenburg präsentierte einige der besten Arbeiten, die während vier Jahrzehnten hinter der Kamera entstanden sind. Der deutsche Fotograf Ingo Arndt zeigte Bilder aus seinem aktuellen Buch "Affen in der Wildnis", das in Kooperation mit GEO entstand, und verriet den 800 interessierten Besuchern Geheimnisse seiner Arbeit.

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