Astronomie: Monster-Augen

Im Fermilab in Illinois entsteht eine der größten Kameras der Welt

Eine der fünf Linsen des Ungetüms hat einen Durchmesser von einem Meter. Und ist laut der Physikerin Brenna Flaugher "die wahrscheinlich mächtigste Linse, die je gebaut wurde".

Der Koloss des Forschungsinstituts Fermilab soll schon bald auf die Fährte der Dunklen Energie gesetzt werden - jener "Kraft", die von Kosmologen postuliert, aber nie nachgewiesen wurde, und die wohl dafür sorgt, dass das Weltall sich immer schneller ausdehnt.

Die Sensoren der "Dark Energy Camera" können Licht mit längeren Wellenlängen auffangen, als es optische Kameras bislang vermochten. Auf diese Weise wollen die Astronomen noch tiefer im Raum Galaxien abbilden, die sich von der Erde wegbewegen. Ihre Geschwindigkeit, messbar anhand der durch die Fluchtbewegung auseinandergezogenen ("rotverschobenen") Lichtwellen, gilt als Prüfstein für die Theorie der Dunklen Energie. Innerhalb von fünf Jahren, ab 2011, soll das Gerät Aufnahmen von 300 Millionen Galaxien machen. Um gute Sicht zu haben, wird das Riesenauge in den chilenischen Anden installiert.

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