Astronomie: Schneefall im Weltall

Vulkane auf dem Saturnmond Enceladus spucken keine Lava. Sondern Eis

Von Ferne sieht Enceladus aus wie ein gefrorener weißer Ball. Doch der Saturnmond mit nur 500 Kilometer Durchmesser ist einer der aktivsten Körper im Sonnensystem. Vor allem in seiner Südpolregion paffen ständig zahlreiche Geysire und kleine Vulkane und schleudern dabei große Mengen mikroskopisch kleiner Eisteilchen ins All. Das Wasser entstammt einem riesigen Ozean, der sich unterhalb der gefrorenen Mondoberfläche erstreckt. Daten der Saturnsonde Cassini haben jetzt gezeigt: Die schnelleren Partikel aus den Eisfontänen entkommen der Anziehungskraft des Mondes und bilden den Haupt-Nachschub für einen der äußeren Ringe des Saturn.