Naturkunde Neues über die Feenkreise

Kreisrunde kahle Stellen in afrikanischen Graslandschaften: Bis heute geben sie Rätsel auf. Wissenschaftler haben nun die gängigen Theorien unter die Lupe genommen
Neues über die Feenkreise

Mysterium oder einfach Natur? Kreisrunde Grasflecken in der Namib

Wissenschaftler lernen nie aus. Nachdem seit Jahrzehnten immer wieder behauptet wurde, das Rätsel der "Feenkreise" sei endlich gelöst, haben Forscher nun verschiedene Theorien erneut auf ihre Plausibilität hin getestet, wie die auffälligen, vegetationsfreien Kreise in afrikanischen Graslandschaften zustande kommen.

Die populärste geht davon aus, dass die Flecken das Werk von Termiten sind. Andere Forscher haben Kohlenwasserstoffgase aus dem Erdinneren im Verdacht. Eine dritte Theorie besagt, die regelmäßigen Muster entstünden quasi von selbst, als Folge der Konkurrenz der Graspflanzen um Wasser.

Das glaubt auch Stephan Getzin vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Leipzig. Seine statistische Analyse von Luftbildern Namibias ergab, dass die Strukturen äußerst regelmäßig übers ganze Land verteilt sind. So homogen verbreitet sind weder Termitenbauten noch Gasquellen. Somit bleibe laut Getzin nur der gleiche Konkurrenzdruck der Pflanzen ums Überleben übrig.

Oder sind es doch die Feen?

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