Thompsons Untersuchungsfeld 2006 ist noch einmal der 5680 Meter hohe Gipfel des "Quelccaya"-Eisfelds im Südosten Perus. Er hat bereits 27 Forschungsexpeditionen hierher geführt

Sonnenwärme, Wind und Schmlezwasser haben den Gletscherrand zu einem Hindernisparcours geformt. Ihn zu überwinden, fordert Kondition und Konzentration: Die Eisskulpturen sind zerbrechlich, ihre Kanten scharf wie Messerklingen

Aus bis zu 164 Meter Tiefe stammen die Messdaten der Forscher, die sie bei Bohrungen durch den Panzer des Gletschers gewonnen haben. Die zutage geförderten Eiskerne werden in Thompsons Labor in Ohio genaueren Analysen unterzogen

Kein anderes Gletschergebiet, meint Thompson, gibt so genau Auskunft über den Wandel des Erdklimas wie die Quelccaya-Eiskappe, größtes tropisches Eisfeld weltweit. Noch lange? Es zieht sich pro Jahr um 60 Meter zurück

Zehn Schritte, dann Pause. Das ist der Rhythmus, in dem sich Thompson den Berg hinaufmüht. "Wer keine Risiken akzeptiert, kommt niemals voran." Außerdem meint er, die meisten Bewohner Manhattans lebten gefährlicher als er

Wie die Jahresringe von Bäumen erzählen Staub- und Gaseinschlüsse im Eis von vergangenen Abschnitten der Geschichte. Thompson konserviert sie bei minus 30 Grad in seiner Kältekammer

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