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Einem Bach oder Fluss bis zur Quelle folgen

Unaufhörlich strömt er vorbei, durch das Heimatdorf, am Lieblingshotel oder am eigenen Haus vorbei. Diesen Bach oder Fluss in seinem steten Lauf haben wir oft gesehen, aber nie gewürdigt. Das muss sich ändern. Und damit beginnt ein Abenteuer, das einen Tag oder zwei Monate dauern und im Ungewissen enden kann. Egal, die Überraschung macht’s. Also Wanderschuhe anziehen, und los geht’s. Immer dem Wasser nach die Strömung hinauf am Ufer entlang. Bis wir dort ankommen, wo alles beginnt. Wo der Ursprung des Bachs aus einem rostigen Rohr plätschert, aus einer Quelle sprudelt oder aus einem klaren Bergsee strömt. Und wenn wir dann die vertraute Bachwindung im Heimatdorf oder auf dem Arbeitsweg das nächste Mal sehen, wissen wir, woher er kommt. Auch schön.

Per Anhalter übers Meer kreuzen

Arm ausgestreckt und Daumen hoch: Das funktioniert nicht nur auf dem Standstreifen, sondern genau so in Häfen und Marinas. "Das Beste ist, genau wie beim Trampen an Land: Man weiß vorher nie genau, wo man am Ende ankommen wird", sagt Timo Peters, der per Anhalter schon bis nach Brasilien gesegelt ist (www.bruderleichtfuss.com). In Internetforen wie

www.handgegenkoje.de

oder am Tresen speckiger Hafenkneipen finden sich Skipper (die eine helfende Hand brauchen) und Tramper (die eine Mitsegelgelegenheit suchen). Auch wenn es für den maritimen Mitnahmeeffekt keinen Segelschein braucht, sollten Tramper die grundlegenden Begriffe des Segelns beherrschen. Timo Peters reiste auf diese Weise mit Rentnerpärchen, die ihren Lebenstraum erfüllten, wie auch mit Hippie-Crews, die auf alten Seglern über den Ozean kreuzten. Neben der Liebe zum Meer sollten See-Tramper daher auch jene zu ganz unterschiedlichen Reisegefährten mitbringen.

Im Meer wandern

An Küsten gewandert ist Bernhard Wache viele Male. Als Freitaucher war er häufig im Meer unterwegs. Warum, fragte sich der Münchner Ausstellungsarchitekt, nicht beides verbinden? So entstand Seatrekking – Meereswandern. Seatrekker schnorcheln im Neoprenanzug Meeresküsten entlang, sechs bis acht Kilometer am Tag, tauchen zwischendurch ab zu Riffkanten und Seegraswiesen. Ihr Gepäck ziehen sie in dichten Schwimm-Rucksäcken hinter sich her, die Wache mit seiner Firma Áetem entwickelt und produziert. "Nach wenigen Stunden im Wasser fühlt man sich wie ein Teil des Meeres", sagt Wache. Abends steigen die Amphibien- Männer an Land und übernachten in Höhlen, am Strand oder in versteckt liegenden Buchten, in denen kein Boot ankern könnte. Am nächsten Morgen geht’s zurück ins Meer und weiter, frei wie ein Frosch im Wasser.

Wer sich zum Einstieg einer Gruppe anschließen möchte, findet Infos zu geplanten Meerwanderer-Camps unter www.aetem.de

WALDEN: Ab ans Wasser!

Mehr Abenteuer für Wasserfreunde finden Sie in der Ausgabe von WALDEN: Ab ans Wasser – 33 Abenteuer vor der Haustür.

Einen Schatz heben

Abtauchen und Schätze heben – Geocacher haben aus dem alten Kindheitstraum längst einen Wettkampf gemacht. Seit Dave Ulmer im Jahr 2000 den ersten Geocache – einen schwarzen Plastikeimer – vergrub, sind weltweit Millionen Geocacher unterwegs. Sie suchen im Internet nach Koordinaten, die irgendwo im Wasser liegen, schnappen sich ein Kanu, Taucherbrille, Gummistiefel und ziehen los. Paddeln auf einen See hinaus, waten durch Stromschnellen oder gleiten gar mit Druckluftflasche und wasserdichter Kamera in Höhlen, um nach wasserdichten Dosen mit einem Logbuch zu suchen: der Lebensinhalt jedes Geocachers. Für die nächste Schatzsuche auf der Karte von

www.opencaching.de

oder unter www.geocaching.com/map nach Caches in Wassernähe suchen

Auf einem Klassiker segeln

Wer auf einem alten Schoner anheuert und auf Nord- oder Ostsee kreuzt, tauscht den Lärm der Welt gegen den Rausch des Meeres. Zumindest für ein paar Tage. Viele alte Segelschiffe nehmen Gäste mit, vor allem die Dänische Südsee ist ein beliebtes Revier. Auf Törns kreuzen die Kähne durch die Inselwelt südlich von Fünen, aber auch nach Schweden, Norwegen oder Schottland. Segler und Nichtsegler können Kojen buchen, für ein Wochenende oder eine Woche mitsegeln. Sie können dabei mit anpacken oder auch nur an Deck liegen und genießen. Ahoi!

Verlässliche Anbieter von Klassiker-Törns sind zum Beispiel: www.segelreisen-kiel.de

www.ss-qualle.de, www.albert-johannes.de, www.frisian-sailing.de