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Den Menschen verstehen

Familie "Es vergeht kein Tag, an dem wir uns nicht sehen"

Laura Krampe, 16, und Ann-Carolin Nier, 15, aus Halle/Saale konnten sich anfangs nicht leiden

"Es vergeht kein Tag, an dem wir uns nicht sehen"

Erst durch eine Gruppenarbeit in der Schule sind wir uns nahe gekommen, stellten fest, dass wir uns gut verstehen. Seither ist kein Tag vergangen, an dem wir uns nicht gesehen haben. Caro kommt oft nach der Schule mit zu mir, und wir gehen in die Stadt. Wir singen gemeinsam in der Schulband, haben sogar ein eigenes Lied komponiert und uns bei einem Contest beworben. Manche beneiden Caro und mich. Wir können uns einfach alles erzählen und sind füreinander da. Wenn wir Stress zu Hause mit den Eltern haben oder wenn es mit einer Beziehung kriselt, hören wir uns gegenseitig zu, behalten aber die Sorgen der anderen für uns. Das nennen wir Vertrauen. Ich bin schon oft von Freundinnen enttäuscht worden. Meine frühere beste Freundin hat immer alles herumerzählt, auch Dinge, die gar nicht gestimmt haben. Jetzt bin ich vorsichtig. Aber Caro kann ich vertrauen, da bin ich mir sicher. Wir haben beide einen Freund, doch die Jungs sehen wir nur abends. Beide haben dafür Verständnis. Wenn es einer von uns mal nicht so gut geht, lassen wir sogar die Verabredung mit den Jungs sausen und treffen uns. Über was wir dann so reden? Das möchte ich nicht sagen, das geht nur Caro und mich etwas an.

Vom Zauber des Vertrauens
Familie
Vom Zauber des Vertrauens
Sie stehen uns oft näher als Verwandte - aber können Freunde auch die Familie ersetzen?

Dieser Text stammt aus GEO WISSEN "Die Macht der Familie".

"Es vergeht kein Tag, an dem wir uns nicht sehen"

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