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Den Menschen verstehen

DVD: "Ich wollte nicht mehr aufstehen"

Ursachen und Therapien der Volkskrankheit des 21. Jahrhunderts: Was eine Depression anrichtet - und wie die Medizin helfen kann

In bemerkenswerter Offenheit spricht der Schweizer Filmemacher Rolf Lyssy in dieser Dokumentation über seine Erkrankung: "Die Depression ist eine Krake, die aus der Tiefe emporsteigt, einen mit den Armen umschlingt und in die Tiefe reißt. Wenn man sich nicht festhalten kann, ist man verloren." Lyssy, Regisseur von so bekannten Filmen wie "Die Schweizermacher", konnte nicht festhalten: Als seine Karriere stagnierte und die Ehe zerbrach, fiel er in eine tiefe Depression. Lissy schildert seine Suizidgedanken, die Einlieferung in die Psychiatrie und schließlich den langen Weg zur Gesundung. Er steht stellvertretend für viele Menschen, denn eine Depression kann jeden treffen.

Oft tritt sie zutage, so die These der für diesen Film interviewten Pariser Psychologin und Soziologin Nicole Aubert, wenn der Einzelne plötzlich und ungeplant zu einer Neuanpassung seines Lebens gezwungen wird; genau dies sei in der modernen Welt mit ihren veränderten Zeitrhythmen immer häufiger der Fall.

Vor allem aber zeichnet die Dokumentation ein Bild von den heutigen Behandlungsmöglichkeiten der Erkrankung. Der Schwerpunkt liegt dabei auf modernen Medikamenten und Eingriffen am Gehirn; die muten auf den ersten Blick archaisch an, zeigen aber gute Erfolge.

Besondere Beachtung verdient das Bonusmaterial: Es dokumentiert eine Veranstaltung der Kampagne "Feunde fürs Leben", die an Schulen über Suizid und Depression aufklärt. Denn sterben sollte niemand an diesem Seelenleiden.

DVD: "Ich wollte nicht mehr aufstehen"

Als Sonderedition ist die aktuelle Ausgabe auch mit DVD erhältlich

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